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Wie wird man Sachse?

22.12.1998 - (idw) Universität Leipzig

Wie wird man Sachse?
Leipziger Universität erhält neuen Sonderforschungsbereich

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat im Dezember die Einrichtung eines neuen Sonderforschungsbereiches an der Universität Leipzig bewilligt. Hinter dem Titel "Regionenbezogene Identifikationsprozessse. Das Beispiel Sachsen" verbirgt sich ein umfangreiches Forschungsprogramm, an dem mehr als dreißig Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus zahlreichen Fächern in den nächsten Jahren gemeinsam arbeiten werden.

Sachsen dient den Forschern als Beispiel, an dem sie herausfinden wollen, wie regionale Identität entsteht und welche Bedeutung sie für die Menschen hat. Dabei soll auch untersucht werden, ob und wie sich regionenbezogene Identitätsmuster einsetzen lassen, um Menschen zu mobilisieren. Außerdem will man herausfinden, wann und wie bestimmte Muster entstanden sind, wie sie sich verändert haben und ob man sie gezielt beeinflussen kann. Dadurch will man verstehen, warum im Prozeß der Globalisierung die Regionen nicht an Bedeutung verlieren, sondern ganz im Gegenteil an Bedeutung gewinnen.

Sonderforschungsbereiche sind das Instrument, mit dem die DFG Themen von herausragender Bedeutung und Forschungsgruppen an Universitäten von besonderer Leistungskraft fördert. Sie gelten als "Centers of Excellence" der deutschen Forschung. Mehr als 1,5 Millionen Mark jährlich werden in den nächsten Jahren an Zuschüssen aus Bonn in dieses Leipziger Projekt fließen, an dem Historiker und Soziologen, Theologen und Philosophen, Politik-, Kultur- und Erziehungswissenschaftler beteiligt sind. Geisteswissenschaftliche Sonderforschungsbereiche sind besonders selten: Nur etwa jeder zehnte wird hier eingerichtet. Deswegen ist für die beteiligten Wissenschaftler wie für die Universität insgesamt die Einrichtung des neuen Sonderforschungsbereichs ein besonderer Erfolg, der nach den Worten seines Sprechers, Prof. Dr. Heinz-Werner Wollersheim, zeigt, daß das wissenschaftliche Leistungsvermögen der Universität Leipzig von der Forschungsgemeinschaft auch in diesem Bereich wieder als herausragend anerkannt wird.

Rückfragen an: Prof. Dr. Wollersheim, Tel.: 0341/97 31 410, Sprecher des SFB 417 Regionenbezogene Identifikationsprozesse
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