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15. Sozialerhebung des DSW - Bochumer Sonderauswertung

04.01.1999 - (idw) Ruhr-Universität Bochum

Die Erwerbstätigkeit von RUB-Studierenden steigt, die Bedeutung von BAföG nimmt weiter ab - dies ist ein zentrales Ergebnis der 15. Sozialerhebung zur Erforschung der sozialen Lage der Studierenden.

Bochum, 04.01.1999
Nr. 2

Bei den Eltern wohnen, pendeln und nebenher arbeiten
15. Sozialerhebung zur Lage der Studierenden an der RUB
1.270 DM im Monat zur Studienfinanzierung benötigt


Die Erwerbstätigkeit von RUB-Studierenden steigt, die Bedeutung von BAföG nimmt weiter ab - dies ist ein zentrales Ergebnis der 15. Sozialerhebung zur Erforschung der sozialen Lage der Studierenden. Im Auftrag des Deutschen Studentenwerks führte die HIS GmbH Hannover 1997 die bundesweite Erhebung durch, die Angaben für die RUB basieren auf den Daten von 327 anonym befragten Studierenden.

Finanzierung

Die Untersuchung belegt, daß in den wenigsten Fällen eine Einnahmequelle reicht: 80 Prozent der RUB-Befragten erhalten finanzielle Unterstützung durch ihre Eltern. Trotzdem sind 62 Prozent der Studierenden nebenbei erwerbstätig, wobei deutlich mehr weibliche Studierende (70%) als männliche (46%) einem zusätzlichen Job nachgehen. Die Förderung durch BAföG verliert weiter an Bedeutung: Nur noch 13 Prozent erhielten im Befragungszeitraum staatliche Mittel. Jeder fünfte Befragte greift hingegen auf Ersparnisse zurück, die zur Studienfinanzierung angelegt wurden, und fünf Prozent nehmen einen unabhängigen Kredit auf. Im Durchschnitt liegt das monatliche Einkommen damit zwischen 900 und 1.600 DM, benötigt werden allerdings durchschnittlich 1.270 DM., davon: 436 DM für Miete, bis zu 100 DM für Lehrmittel sowie 100 bis 200 DM an Fahrtkosten, sofern ein PKW für den Weg zur Uni genutzt wird. Studierende, die auf das Semesterticket zurückgreifen, wenden hierfür weitaus weniger auf.

Klassische Pendler-Universität

Der Weg zur Hochschule beträgt für über 50 Prozent der Befragten mehr als 16 Kilometer: Bochum bleibt somit eine klassische Pendler-Universität. Ebenso hoch ist der Anteil Studierender, die öffentliche Verkehrsmittel nutzen, 30 Prozent kommen im eigenen PKW. Studierende, die einen Wohnheimplatz haben (14 %), benötigen weniger als zwei Kilometer bis zur Uni und sind zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs.

Ungewollte Wohnsituation ...

Über ein Drittel der Befragten wohnt bei den Eltern, wobei lediglich sieben Prozent dies auch wirklich möchten. An sich würden 62 Prozent das Leben in einer Miet- oder Eigentumswohnung entweder allein oder mit einem Partner bevorzugen, 16 Prozent das in einem Studentenwohnheim.

... aber zufrieden mit dem Essen

Insgesamt nutzen mehr als die Hälfte der Befragten das Angebot der Mensa, drei Viertel von ihnen beurteilen das Essen und die Ernährungsqualität dort mit sehr gut bis befriedigend. Die Auswahl- und Kombinationsmöglichkeiten sowie das Preis-Leistungs-Verhältnis werden dabei besonders gut bewertet. Und es zeigt sich, daß nur die wenigsten Fast Food zwischen den Veranstaltungen wollen: sieben Prozent sehen das Essen unter pragmatischen Gesichtspunkten - schnell, billig, satt machend.

Weitere Informationen

Uwe Kleinkes, Akademisches Förderungswerk Bochum, Pressestelle, Tel.: 0234/700-7409. Internet: http://www.ruhr-uni-bochum.de/akafoe
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