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Bald Ersatz für Fruchtwasserpunktion?

16.01.1999 - (idw) Friedrich-Schiller-Universität Jena

Jenaer Mediziner arbeiten an nichtinvasiver Gendiagnostik

Jena. Eine risikofreie Methode, um erblich bedingte Schäden bei ungeborenen Kindern frühzeitig zu entdecken, wollen Humangenetiker der Universität Jena entwickeln. Bislang werden solche Diagnosen nach der Fruchtwasserpunktion mit einer langen Hohlnadel gestellt; bei 0,5-2 Prozent der Fälle kommt es dabei zum ungewollten Abort. Die Jenaer Forschergruppe um Dr. Ferdinand von Eggeling arbeitet nun an einer nichtinvasive Pränataldiagnostik, bei der einer Schwangeren gefahrlos Blut - etwa aus der Armvene - entnommen wird. Aus dieser Probe wollen die Wissenschaftler dann kindliche Zellen quasi ,herausfischen', die in nur geringer Konzentration im Blut der Mutter mitschwimmen.

"Die entscheidende Frage ist dabei, ob es gelingt, eine zuverlässige 'genetischen Angel' für kindliche Zellen herauszufinden", erläutert Dr. Eggeling. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft unterstützt das Projekt in den nächsten zwei Jahren mit einer Doktorandenstelle und mit 82.000 Mark Sachmitteln; davon soll u. a. ein motorisierter Scanning-Tisch und Zellerkennungssoftware angeschafft werden.

Ansprechpartner:
Dr. Ferdinand von Eggeling
Institut für Humangenetik und Anthropologie der Uni Jena
Tel.: 03641/935526, Fax: 935582
e-mail: fegg@mti-n.uni-jena.de

Friedrich-Schiller-Universität
Referat Öffentlichkeitsarbeit
Dr. Wolfgang Hirsch
Fürstengraben 1
07743 Jena
Tel.: 03641/931031
Fax: 03641/931032
e-mail: h7wohi@sokrates.verwaltung.uni-jena.de
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