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Der Krebsentstehung auf der Spur

21.01.1999 - (idw) Universität zu Lübeck

Hartmut Merz erhält den Lübecker Habilitationspreis 1998

Die moderne Pathologie ist eine anspruchsvolle medizinische Grundlagenwissenschaft, die u.a. mit neuesten molekularbiologischen Methoden arbeitet. Eine herausragende wissenschaftliche Arbeit aus dem Institut für Pathologie der MUL, bundesweit Referenzzentrum für Lymphome, wird jetzt mit dem Habilitationspreis der Medizinischen Gesellschaft zu Lübeck ausgezeichnet.
Preisträger ist Privatdozent Dr. med. Hartmut Merz. Er erhält den mit 5000 Mark dotierten Preis am Donnerstag, dem 21. Januar 1999, aus der Hand von Dr. med. Jochen-Eggert Hümpel, dem 1. Vorsitzender der Medizinischen Gesellschaft (19 Uhr, Hörsaal T 1 der MUL).
Privatdozent Dr. med. Hartmut Merz, 1959 im mittelfränkischen Ipsheim geboren, kam 1992 an die MUL. Er folgte Professor Dr. med. Alfred C. Feller, mit dem er zuvor an der Universität Würzburg zusammengearbeitet hatte und der damals Direktor des Lübecker Instituts für Pathologie wurde. Dr. Merz habilitierte sich an der Medizinischen Fakultät der MUL. Das Thema seiner Arbeit: "Morphologie als Spielgelbild der Biologie - Fundamentale Prinzipien der Pathologie im Licht moderner Technologien". Mit dem Habilitationspreis wird sie als beste Habilitationsschrift der Lübecker Medizinischen Fakultät 1998 ausgezeichnet.
Dr. Merz befaßt sich in seiner Arbeit mit der Entstehung von Lymphknotenkrebs (bösartige Lymphome). Mit molekularbiologischen Experimenten gelang es ihm nachzuweisen, daß ein bestimmter Wachstumsfaktor, das Interleukin 9, maßgeblich an der Entstehung der beiden häufigsten Lymphome, dem Morbus Hodgkin und dem großzellig anaplastischen Lymphom, beteiligt ist. Dieser Befund dürfte von außerordentlicher Bedeutung sein. Wachstumsfaktoren sind hormonähnliche Substanzen, die als Botenstoffe an der Kommunikation der Zellen untereinander beteiligt sind. Sie sind in einer tausendmal niedrigeren Dosierung als Hormone, nämlich im Milliardstelgrammbereich, wirksam.

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