PK + Präsentation: Neue Therapie bei Venenleiden27.01.1999 - (idw) Ruhr-Universität Bochum
Medikamentös auflösen ließen sich Gerinnsel aufgrund drohender Blutungen, vor allem im Gehirn, bislang nur bei wenigen Patienten. Mit Hilfe der Herz-Lungen-Maschine und einer Therapie im eigenen Kreislauf hat der RUB-Wissenschaftler PD Dr. Achim Mumme die chemische Therapie "gezähmt". Der separate Kreislauf ermöglicht jetzt extrem hohe Dosierungen hochwirksamer Medikamente bei wesentlich geringeren Nebenwirkungen.Um Ihnen das neue Verfahren vorzustellen und Sie über weitere Vorhaben auf dem Gebiet der Venenerkrankungen zu informieren, lade ich Sie herzlich ein zu Pressegespräch und Präsentation, Mittwoch, 3. Februar 1999, 13 Uhr Chirurg. Universitätsklinik, St. Josef-Hospital Bochum Gudrunstraße 56, Besprechungsraum.
Bochum, 27.01.1999 Nr. 24 Venenleiden, Thrombosen, offene Beine - raus aus dem Teufelskreis! Renommierter Theodor Naegeli-Preis für RUB-Gefäßchirurgen PK- Im kleinen Kreislauf mit weniger Nebenwirkungen therapiert Sehr geehrte Damen und Herren,
wenn das Bein erst offen ist, beginnt ein langer Leidensweg. Mehr als eine Million Menschen in Deutschland laborieren an nicht heilenden, ständig nässenden Geschwüren. Folge ist nicht selten die völlige soziale Isolation. Das Übel an der Wurzel beseitigt jetzt eine neue Methode zur Behandlung der Beinvenenthrom-bose, häufig Auslöser "offener Beine". Das Verfahren, das lokale und so neben-wirkungsarme Gaben hochwirksamer Medikamente gestattet, entwickelte PD Dr. med. Achim Mumme (Klinikum der RUB, Chirurgische Klinik am St. Josef-Hospital Bochum, Direktor: Prof. Dr. med. Volker Zumtobel). Er erhält dafür am 5. Februar 1999 in Basel den mit insgesamt 100 000 Schweizer Franken dotierten internationalen renommierten Theodor Naegeli-Preis 1998 - zusammen mit dem Schweizer Gefäßspezialisten Prof. Dr. med. Ulrich K. Franzek aus Zürich. Wandernde GerinnselBei der tiefen Beinvenenthrombose verstopfen Gerinnsel die Abflußwege des Blutes. Sie können sich lösen, in die Lungenstrombahn geraten und eine Embolie auslösen. Allein in Deutschland sterben jährlich 6 bis 8 mal mehr Menschen infolge dieser Komplikation als im Straßenverkehr. "Gezähmte" Therapie Die operative Entfernung der Gerinnsel aus den Beinvenen hat einen hohen technischen Standard erreicht, doch immer wieder blockieren Venenklappen den Weg des Katheters und damit den Behandlungserfolg. Medikamentös auflösen ließen sich Gerinnsel aufgrund drohender Blutungen, vor allem im Gehirn, bislang nur bei wenigen Patienten. Mit Hilfe der Herz-Lungen-Maschine und einer Therapie im eigenen Kreislauf hat Mumme die chemische Therapie "gezähmt". Der separate Kreislauf ermöglicht jetzt extrem hohe Dosierungen hochwirksamer Medikamente bei wesentlich geringeren Nebenwirkungen. Wenn nichts mehr hilft: Therapie im kleinen Kreislauf Das neue Verfahren wird vor allem nach fehlgeschlagener operativer Behandlung der Thrombose eingesetzt. Bisherige Erfahrungen zeigen, daß mehr als 50 Prozent der operativ nicht zu behebenden Gefäßverschlüsse jetzt erfolgreich behandelt werden können. TERMIN Um Ihnen das neue Verfahren vorzustellen und Sie über weitere Vorhaben auf dem Gebiet der Venenerkrankungen zu informieren, lade ich Sie herzlich ein zu Pressegespräch und Präsentation, Mittwoch, 3. Februar 1999, 13 Uhr Chirurg. Universitätsklinik, St. Josef-Hospital Bochum Gudrunstraße 56, Besprechungsraum Gesprächspartner
Als Gesprächspartner erwartet Sie PD Dr. med. Achim Mumme (Leiter der Gefäßchirurgie am St. Josef-Hospital). Ich würde mich sehr freuen, Sie bei dieser Gelegenheit wieder begrüßen zu können. Bitte, anmelden Bitte, geben Sie uns per E-Mail Bescheid , ob Sie kommen werden. Mit freundlichen Grüßen
Dr. Josef König
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