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NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenMittwoch, 19. Juni 2013 

Prozessmanagement und Prozesscontrolling

31.07.2002 - (idw) Fachhochschule München

Ganzheitliches Prozessmanagement und Prozesscontrolling ist die Quintessenz aus den vielfältigen Managementkonzepten - z.B. Wissensmanagement, Business Reengineering, Balanced Scorecard, Total Quality Management, Lean Management, Geschäftsprozessoptimierung, Benchmarking, lernende Organisation - mit denen seit Anfang der 90er Jahre Unternehmen für den globalen Wettbewerb fit gehalten bzw. wieder fit gemacht werden.

Seminarablauf

1. Semester: Planung und Organisation von Prozessen

Grundlagen des Prozessmanagements

Prozessmanagement und -controlling im Rahmen des Führungssystems
Bedeutung, Einsatz und Nutzen des Prozessmanagements und -controllings
Überblick über Formen im Prozessmanagement
Radikale Neugestaltung von Geschäftsprozessen

Grundbegriffe des Business Reengineering (nach Hammer, Champy)
Prozessvision
Wertschöpfungskette und Identifikation von Kernprozessen
Gefahren bei der Implementierung radikaler Neugestaltung
Prozessanalyse und Prozessdesign

Grundlagen, Methoden und Vorgehensweise der Prozessanalyse
Beschreibungssprachen
Grundlagen und Vorgehensweise der Geschäftsprozessoptimierung
Überblick über DV-Tools zur Prozessanalyse
Wissensmanagement

Wissensmanagement als Element der Prozessoptimierung
Konkrete Potenziale und Ansatzpunkte im Wissensmanagement ausschöpfen
Formen und Beispiele im Wissensmanagement
E-Business und Prozessmanagement

Prozessoptimierung in der New Economy
eMarketplaces und Prozessoptimierung
Sicherheitsaspekte im eBusiness
Fallbeispiele für B2B- und B2C-Geschäftsprozesse
Informationstechnologie

Analyse und Gestaltung von integrierten Informationssystemen
(Beispiel SAP R/3)
Workflow Management
Unternehmensübergreifende Prozessoptimierungen

Virtualisierung von Prozessketten
Supply Chain Management
Partnerschaftliche Zusammenarbeit mit Zulieferern
Ausgewählte Felder der Zusammenarbeit,
z.B. Just-in Time, Simultaneous Engineering
Semesterabschlussprüfung bzw. Seminararbeit

2. Semester: Prozesscontrolling und Prozessentwicklung

Prozesscontrolling, Prozesswirtschaftlichkeit

Grundbegriffe des Prozesscontrollings
(Controlling-Philosophie; Regelkreisverständnis)
Aufbau der Balanced Scorecards (Fallbeispiele)
Prozesseffizienzmessung mit Kennzahlen und Kennzahlensystemen
(Zeit, Qualität, Kosten)
Benchmarking
Prozesskosten und Prozesskostenrechnung
Prozesswirtschaftlichkeit
Implementierung des Prozesscontrolling
Moderationstraining

Moderationstechniken
Themenzentrierte Planung und Durchführung einer Moderation
Qualitätsmanagement

ISO 9000 ff
Qualitätspreise (EFQM und EQA)
TQM und Prozessmanagement
Mitarbeitermotivation

Praktische Umsetzung von Motivationstheorien
Mitarbeiterkommunikation
Visualisierung
Gruppenarbeit und KVP

Grundlagen der Gruppenarbeit
Kontinuierlicher Verbesserungsprozeß und betriebliches Vorschlagswesen
Workshop-Konzepte
Umgang mit Resistance to Change

aktives Zuhören
Training effektiver Gesprächsführung
Konflikttraining
Management von Veränderungsprozessen

Erfolgsfaktoren im Prozessmanagement
Unternehmenskultur
Organisationsentwicklung
lernende Organisation
Semesterabschlussprüfung bzw. Seminararbeit

Zielgruppe
Der Kurs richtet sich an Fach- und Führungskräfte, die mit der Gestaltung und Optimierung betrieblicher Prozesse in Industrie und Dienstleistung (insbesondere auch Banken und Versicherungen) befasst sind bzw. eine entsprechende berufliche Entwicklung beabsichtigen.

Insbesondere finden sich diese Anforderungen häufig in folgenden Berufsbildern:

Führungskräfte mit Prozessverantwortung
Mitarbeiter in Logistik, Auftragsabwicklung, Arbeitsplanung und -steuerung
Assistenten der Geschäfts- bzw. Abteilungsleitung
Controller
Mitarbeiter im Qualitätsmanagement
Organisatoren
Systemanalytiker bzw. -entwickler
Nachwuchsführungskräfte

Die Kursteilnehmer sollten mindestens über

ein Hochschulstudium (Univ., FH) und möglichst 2-jährige Berufserfahrung
oder
langjährige Berufserfahrung verfügen.
Interessenten, die diese Anforderungen (noch) nicht aufweisen, können im Rahmen eines persönlichen Auswahlgesprächs zum Lehrgang zugelassen werden, soweit einschlägige praktische Erfahrungen mit einzelnen Aufgabenfeldern eines Prozessmanagers bzw. -controllers vorliegen.

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