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Anne Frank - ein Geschichte für heute

25.02.1999 - (idw) Westfaelische Wilhelms-Universität Münster

Im "Haus der Niederlande" in Münster wird vom 28. Februar bis 28. März 1999 eine neue Ausstellung über Anne Frank gezeigt. Die Ausstellung ist Teil der diesjährigen Jüdischen Kulturtage in Münster, die gemeinsam von Universität, Volkshochschule und der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Münster veranstaltet werden und dem Rahmenthema "Jüdisches Leben in den Niederlanden" gewidmet ist.


Anne Frank steht im Mittelpunkt der Ausstellung im münsterschen "Haus der Niederlande" Im Mittelpunkt der diesjährigen Jüdischen Kulturtage in Münster, die dem Thema "Jüdisches Leben in den Niederlanden" gewidmet sind, steht die Ausstellung "Anne Frank - eine Geschichte für heute", die vom 28. Februar bis 28. März im "Haus der Niederlande" gezeigt wird. Die internationale Wanderausstellung, die zum ersten Mal in Münster zu sehen ist, wurde von der Anne-Frank-Stiftung in Amsterdam zusammengestellt mit dem Ziel, die Erinnerung an das Schicksal des jüdischen Mädchens Anne Frank in der Zeit des Nationalsozialismus wachzuhalten, nicht nur aus menschlichem und historischem Interesse, sondern auch wegen der aktuellen Bedeutung für die heutige Diskussion um Toleranz, Menschenrechte und Demokratie.

Seit der Erstveröffentlichung im Jahr 1947 haben Millionen Menschen auf der ganzen Welt das Tagebuch von Anne Frank gelesen und durch die Lektüre ein eindringliches Bild der Judenverfolgung während des Zweiten Weltkrieges bekommen. Anne Frank wurde ein Opfer der Judenverfolgung. Die Konfrontation mit ihrer Lebensgeschichte macht bewußt, daß die Judenverfolgung nicht sechs Millionen anonyme Opfer forderte. Der Holocaust war vielmehr, wie der Direktor des Anne-Frank-Hauses in Amsterdam, Hans Westra, schreibt, "sechs Millionen mal der Mord an einzigartigen Individuen, an einzelnen Menschen".

Die Ausstellung erzählt die Lebensgeschichte von Anne Frank anhand vieler Familienfotos und Zitaten aus ihrem Tagebuch. Ergänzt wird die Biographie durch Zeugnisse von Überlebenden und Informationen über die Zeit, in der sie gelebt hat. Sie fordert heraus, über Parallelen und Unterschiede zwischen Ereingnissen von gestern und heute nachzudenken. Sie will vor allem den jungen Besuchern deutlich machen, daß die Geschichte der Anne Frank auch heute aktuell ist. Diskrimierung und Rassismus sind mit dem Ende des Nationalsozialismus nicht verschwunden. Die Erinnerung an das Schicksal des jüdischen Mädchens, das sich mit ihrer Familie in einem Amsterdamer Hinterhaus versteckt hielt, bis es 1944 entdeckt wurde und 1945 im Konzentrationslager Bergen-Belsen starb, steht im Zusammenhang mit der Sorge um die Erhaltung der Freiheit, die Wahrung der Menschenrechte und eine demokratisch Gesellschaft.

Die Volkshochschule Münster, gemeinsam mit dem Zentrum für Niederlande-Studien der Universität Münter und der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Münster Veranstalter der Jüdischen Kulturtage, bietet Schulklassen und anderen Gruppen Führungen durch die Ausstellung an. Der Eintritt in die täglich von 10 bis 17 Uhr geöffnete Ausstellung im münsterschen "Haus der Niederlande" (Krameramtshaus) am Alten Steinweg 6/7 ist frei, eine Gruppenführung kostet 40 DM je Gruppe. Anmeldungen für Gruppenführungen nimmt die Volkshochschule Münster unter der Telefonnummer 0251/492-4311 entgegen.
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