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Am Vorbild der Bibliothek orientiert: Ein Lehr- und Lernserver für viele Medien

26.02.1999 - (idw) Universität Essen (bis 31.12.2002)

Ein an der Universität Essen entwickelter Lehr- und Lernserver stellt digitalisiertes Wissen, das in Lehrveranstaltungen und bei der Arbeit am heimischen Rechner jederzeit abrufbar ist, zur Verfügung.

Der Universitätsbibliothek nachgemacht:
Ein Lehr- und Lernserver für viele Medien


Bei den Bibliotheken ist der Fall klar: Sie sollen Bücher und Zeitschriften in großem Umfang verfügbar halten. Die Literatur muß dauerhaft vorhanden sein, muß gefunden werden - es muß Katalogsysteme geben, nach denen sie systematisch geordnet ist. Den Sachverstand, der dazu hausintern vorhanden ist, haben sich an der Universität Essen die Mitarbeiter des Hochschul-Rechenzentrums zunutze gemacht. In enger Kooperation mit ihren Kollegen in der Universitätsbibliothek richteten sie den "Multimedialen Lehr- und Lernserver Essen" (MILESS) ein. Er stellt Lehrenden und Lernenden digitalisiertes Wissen jetzt in derselben vernünftig klassifizierten, akkurat nach Stichwörtern geordneten Form zur Verfügung, wie es bislang nur für das gedruckte galt. Auf der "Interschul didacta", der Bildungsmesse, die von Montag bis Freitag nächster Woche (1. bis 5. März) in Stuttgart stattfindet, will die Universität den Server vor großem Publikum präsentieren.

In der Hochschule hat der Server in den Fächern Linguistik und Physik bereits seine Stammkundschaft gefunden. Hier müssen sich Hochschullehrer, um Lehr-inhalte anschaulich zu machen, nicht mehr mit Tafel und Kreide oder der Folie auf dem Overheadprojektor benügen. Ein Rechner im Hörsaal genügt, um während des Vortrages per Mausklick elektronische Dokumente wie Bilder, Tondokumente, Videos, Simulationen oder Animationen einspielen zu können. Das Material ist jederzeit auf dem Server verfügbar, eine Reservierung ist nicht notwendig. Auch Skripte oder Seminar-, Praktikums- und Übungsunterlgen liegen auf dem Server; die Studenten haben Zugriff an ihren Arbeitsplätzen in der Hochschule oder, wenn sie per Modem mit dem Hochschulrechenzentrum verbunden sind, am Rechner in der eigenen Wohnung.

Im Oktober 1997 hat unter Federführung von Bibliotheksdirektor Albert Bilo und dem Leiter des Hochschulrechenzentrums, Dr. Bruno Lix, die Einrichtung des Servers begonnen. Ein Jahr später ging eine Pilotversion in Betrieb, und nachdem MILESS in der Linguistik und in der Physik jetzt schon zum Lehr- und Lernalltag gehört, werden sich weitere Fachbereiche anschließen: das Bauwesen, das Maschinenwesen und die Medizin.


Redaktion: Monika Rögge, Telefon (02 01) 1 83-20 85
Weitere Informationen: Dr.Bruno Lix, Telefon (02 01) 1 83-28 88
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