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NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenDonnerstag, 28. August 2014 

Von der Uni zum Unternehmer

26.02.1999 - (idw) Humboldt-Universität zu Berlin

Ein Gewinner bei Existenzgründerwettbewerb kommt mit Weltneuheit aus der Charité

Sie stehen fest ! Die 12 Gewinner der 1. Stufe des dreistufigen Business Plan-Wettbewerbs '99 Berlin-Brandenburg wurden am 15. Februar prämiert. Die Unternehmer der Zukunft der Region Ber-lin/Brandenburg kommen aus den unterschiedlichsten Bereichen: Von High Tech bis Handwerk, von Biotechnologie bis Dienstleistung reicht die Spanne der Geschäftsideen. Unter ihnen Stephan Schrün-der von der Medizinischen Fakultät Charité der Humboldt-Universität und die Firma EyeShape.

Gut sehen - ohne Brille

Bis heute bestand bei Fehlsichtigkeitsoperationen mit Lasern das Problem, dass die Qualität der Ope-ration erst nach dem Eingriff beurteilt werden kann. Da während der Operation die notwendigen Mes-sungen bisher nicht durchgeführt werden konnten, erfolgten diese Laser-Augenoperationen in einer Art empirisch abgesichertem Blindflug.
Bei Fehlsichtigkeiten wie z.B. der Myopie (Kurzsichtigkeit) werden die in das Auge einfallenden Lichtstrahlen unzureichend gebrochen. Dadurch entsteht auf der Netzhaut ein unscharfes Bild. Dieser Fehler lässt sich durch Hinzufügen von Linsen (Brille) oder durch Verändern der Brechkraft des Auges durch refraktive chirurgische Maßnahmen korrigieren.
Hierbei wird bevorzugt die Krümmung der Hornhaut, der äußersten transparenten Schicht des Auges, mit einem Laser korrigiert. Da bei der Operation mit dem Laser die Krümmung der Hornhaut durch den Abtrag von Gewebe geändert wird, ist eine exakte Vermessung der Oberfläche unabdingbar. Dies sollte am besten vor, während und nach der Änderung möglich sein.
Derzeit erfolgt eine solche Topometrie lediglich vor der Operation, indem der Reflex eines Lichtmu-sters vom Tränenfilm ausgewertet wird. Der Tränenfilm wird jedoch für die Operation entfernt. Da der Reflex ohne Tränenfilm nicht beobachtbar ist, lässt sich nur der Status vor und nach der Operation feststellen. Eine Steuerung des Abtrags während der Operation war bisher nicht möglich. Die Anwen-der und Hersteller begnügen sich indes mit empirisch gewonnenen Daten. Das Resultat sind relativ häufige Fehlkorrekturen.
Die Berliner Firma EyeShape hat als Weltneuheit ein Verfahren entwickelt, welches hilft, diese Fehl-korrekturen zu verhindern. Das EyeShape-System ermöglicht es, die Hornhaut während der Operation ständig zu messen und damit den Laser zum optimalen Operationsergebnis zu führen.
Es wird erwartet, dass das neue System im Herbst 1999 zum Einsatz kommt. Das ist ein Quanten-sprung bei den Fehlsichtigkeitsoperationen, die vor vielen Jahren mit der skalpellbasierten radialen Ke-ratotomie begonnen hatten.

Ansprechpartner: Dipl.-Phys. Stephan Schründer, Tel: 030 / 690 88 291, EyeShape Topometry GmbH, Flemmingstraße 14 A, 12163 Berlin

Ein Porträtfoto von Herrn Schründer stellen wir Ihnen gern zur Verfügung: HU-Pressestelle, Tel. 2093 2946
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