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NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenDonnerstag, 24. Juli 2014 

Magdeburger Wissenschaftsjournal erschienen

04.03.1999 - (idw) Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg

Was lange währt, wird gut. Nun liegt auch die neueste Ausgabe des von der Otto-von-Guericke-Universität herausgegebenen Magdeburger Wissenschaftsjournals (2/98) vor.

Durch diese Publikation möchte die Magdeburger Universität, wie der Rektor Prof. Dr. Klaus Erich Pollmann in seinem Editorial ausführt, Wissenschaft transparent machen und "...die Vielfalt der Wissenschaftsdisziplinen, Themenfelder und Aufgabenstellungen repräsentieren und an Einzelbeispielen verdeutlichen, was die Otto-von-Guericke-Universität an facettenreichen Arbeitsvorhaben zu bieten hat".

Über das Land Sachsen-Anhalt und seine Entstehung berichtet, worauf bereits die Titelblattgestaltung hinweist, der Historiker PD Dr. Mathias Tullner. Ausgehend von den Debatten über eine Neugliederung des politisch zersplitterten aber wirtschaftliche Einheiten bildenden mitteldeutschen Raumes, über den Plan des preußischen Landeshauptmannes Erhard Hübener, diesen Raum in drei föderale Einheiten zu gliedern, spannt er den Bogen bis zur Entstehung der Bundesländer Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt.

Im Rahmen des interdisziplinären Forschungsschwerpunktes der Universität "Gesellschaftliche Transformation als Epochenbruch in Mittel- und Osteuropa" untersucht Prof. Dr. Reinhard Ibler die tschechische Gegenwartsliteratur unter dem Gesichtspunkt Entwicklungen - Umbrüche - Transformationen. Die nach der gewaltsamen Beendigung der Verheißungen des Prager Frühlings erfolgte Aufspaltung der tschechischen Literatur in offizielle Literatur, Literatur des Samizdat und Exilliteratur und die "samtene Revolution" von 1989, welche die kulturelle Einheit ermöglicht haben, wie Literaturwissenschaftler Ibler darlegt, haben die tschechische Literatur und Kultur nachhaltig beeinflußt.

Einen weiteren interdisziplinären Forschungsschwerpunkt der Universität, künstliche Neuronale Netze, stellt Prof. Dr. Rudolf Kruse von der Fakultät für Informatik in seinem Beitrag über "Neuronale Fuzzy Systeme in der Datenanalyse" vor. Durch die Kopplung von Fuzzy-Systemen mit Lernverfahren aus anderen Forschungsgebieten wie der Mustererkennung, der Künstlichen Neuronalen Netze und der graphischen Modelle lassen sich effiziente Systeme entwickeln, die mit unpräzisen Informationen arbeiten können.

Prof. Dr. Sándor Vajna und Dipl. Ing. Britta Wegner befassen sich in ihrem Beitrag "Autogenetische Konstruktionstheorie" mit den der Natur abgelauschten Gesetzmäßigkeiten der biologischen Evolution und molekularen Genetik, die heute Anwendung in der Konstruktionstheorie finden.

Prof. Dr. Horst Herold und Dipl. Ing. Stefan Krebs, ebenfalls von der Fakultät für Maschinenbau, sehen im Orbitalschweißen eine Schweißtechnologie mit Zukunft, die neben dem Roboterschweißen in der Automobilfertigung oder dem technisch faszinierenden Laserschweißen ein High-Tech-Verfahren darstellt.

Einem heißdiskutierten Thema widmet sich der Volkswirtschaftler Prof. Dr. Karl-Heinz Paqué. Er hat die Ursachen für die signifikanten Unterschiede in der Arbeitsproduktivität der neuen und alten Bundesländer untersucht und kommt zu dem Schluß: "Die langfristige Angleichung der Arbeitsproduktivität zwischen Ost und West ist nur zu erreichen, wenn es gelingt, den Standort Ostdeutschland so attraktiv für interregional mobiles Kapital zu machen, daß ein hinreichend großer und leistungsfähiger Sektor für die Produktion handelbarer Güter entsteht."

Das Magdeburger Wissenschaftsjournal ist über die Abteilung Publikationen und Öffentlichkeitsarbeit der Otto-von-Guericke-Universität, Tel. 0391/67 12277, oder Postfach 4120, 39016 Magdeburg, käuflich zu erwerben.
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