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Maschinenbaustudium im Sauseschritt

01.08.2002 - (idw) Ruhr-Universität Bochum

Martin Wagner ist 23 Jahre alt und seit Juli fertiger Diplom-Ingenieur. Für sein Maschinenbau-Studium an der Ruhr-Universität Bochum benötigte er sieben Semester, seine Diplomarbeit hat er in Göteborg (Schweden) geschrieben. Damit hat er sein Studium besonders schnell abgeschlossen, ist jedoch kein Einzelfall: Über ein Viertel der Bochumer Maschinenbau-Studierenden absolvieren ihr Studium in weniger als zwölf Semestern. Nach dem Studium im Sauseschritt hat sich Wagner zunächst gegen eine Karriere in der Industrie entschieden und will seine wissenschaftliche Laufbahn mit der Promotion an der Ruhr-Universität Bochum fortsetzen.


Martin Wagner, Diplom-Ingenieur nach acht Semestern und bald Doktorand an der RUB-Fakultät für Maschinenbau Bochum, 01.08.2002
Nr. 215


Studium im Sauseschritt
Diplom-Ingenieur in acht Semestern
Martin Wagner schrieb seine Diplomarbeit in Göteborg


Martin Wagner ist 23 Jahre alt und seit Juli fertiger Diplom-Ingenieur. Für sein Maschinenbau-Studium an der Ruhr-Universität Bochum benötigte er sieben Semester, seine Diplomarbeit hat er in Göteborg (Schweden) geschrieben. Damit hat er sein Studium besonders schnell abgeschlossen, ist jedoch kein Einzelfall: Über ein Viertel der Bochumer Maschinenbau-Studierenden absolvieren ihr Studium in weniger als zwölf Semestern. Nach dem Studium im Sauseschritt hat sich Wagner zunächst gegen eine Karriere in der Industrie entschieden und will seine wissenschaftliche Laufbahn mit der Promotion an der Ruhr-Universität Bochum fortsetzen.

Ingenieure bewegen etwas

"Besonders faszinierend ist, dass man als Ingenieur etwas bewegen kann", sagt Wagner. "Wenn Politiker sagen, das 3-Liter Auto muss endlich her, dann kann man das als Ingenieur umsetzen und somit bestehende Probleme durch eigenes Einwirken lösen." Martin Wagner hat "Angewandte Mechanik" im Hauptstudium vertieft, nachdem er das Grundstudium absolviert hatte. Um seine Diplomarbeit zu schreiben, ging er nach Göteborg - in ein anderes Land mit einem anderen Studiensystem und in eine andere Branche, denn in Göteborg schrieb er seine Abschlussarbeit am Lehrstuhl für Schiffbau (Department of Naval Architecture and Ocean Engineering), den es in Bochum nicht gibt. Betreut wurde seine Arbeit (Note: sehr gut) von Prof. Anders Ulfvarson.

Begeisterung made in Down Under

Wagners Begeisterung für den Maschinenbau weckte ein Aufenthalt in Australien. Als Austauschschüler in Down Under hatte er das Schulfach "Engineering Studies", das schnell zu seinem Lieblingsfach wurde. Später, nach sieben Semestern Studium, entdeckte er im hohen Norden Europas, wie wertvoll die Grundlagen sind, die er in Bochum erworben hatte: "Ich konnte sofort mitreden - natürlich auf Englisch. Hier in Bochum habe ich oft gedacht, dass vieles von dem, was wir hier lernen, überflüssig ist und später nie mehr gebraucht wird. Aber in Schweden habe ich gesehen, wie viel man verwenden kann und dass wir an der Fakultät für Maschinenbau in Bochum sehr gut auf die unterschiedlichen Herausforderungen vorbereitet werden und uns nirgends verstecken müssen." Das Fazit des Bochumer Ingenieurs nach einem Semester Göteborg lautet daher: "Es war eine tolle Erfahrung, auch im internationalen Vergleich so gut abzuschneiden."

Weitere Informationen

Dr. Iris Bertozzi, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Fakultät für Maschinenbau, Ruhr-Universität Bochum, Tel. 0234/32-27265, E-Mail: iris.bertozzi@ruhr-uni-bochum.de
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