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Luther und Hieronymus

16.03.1999 - (idw) Westfaelische Wilhelms-Universität Münster

Die münsterschen Lutherforscher Martin Brecht und Christian Peters legen im Herbst eine umfangreiche Veröffentlichung vor, in der die Anmerkungen des Reformators zu Werken des Kirchenvaters Hieronymus dokumentiert und analysiert werden.


Der Hl. Hieronymus in einer westfälischen Bibelhandschrift aus dem 14. Jahrhundert "Durch das Buch wird die Kenntnis Luthers an verschiedenen Punkten interessant bereichert", verspricht Prof. Dr. Martin Brecht. Der münstersche Kirchenhistoriker und Reformations- Experte hat zusammen mit Dr. Christian Peters die umfangreichen Anmerkungen Martin Luthers zu den Werken des lateinischen Kirchenvaters Hieronymus gesammelt und bearbeitet. Mit finanzieller Unterstützung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) kann das mehr als 300 Seiten umfassende Werk "Martin Luther. Annotierungen zu den Werken des Hieronymus" im Herbst dieses Jahres erscheinen.

Nach Angaben von Prof. Brecht, Verfasser einer auch im Ausland viel beachteten dreibändigen Luther-Biographie, handelt es sich bei dem neuen Buch "um eine der bedeutendsten und umfangreichsten Veröffentlichungen bisher unbekannter Luther-Texte der letzten Jahre". Brecht und Peters nutzten die Gelegenheit, fünf wertvolle Folianten aus dem Wittenberger Predigerseminar, die insgesamt über 400 handschriftliche Anmerkungen von Martin Luther enthalten, im Original in der Universitäts- und Landesbibliothek Münster zu untersuchen und auszuwerten. Das von ihnen im Herbst herausgegebene Buch wird neben den Werken des lateinischen Kirchenvaters Hieronymus (347-420) die Annotierungen des Wittenberger Reformators zu diesen Texten sowie Kommentare der münsterschen Luther-Forscher enthalten.

Im Rahmen des nun vor dem Abschluß stehenden wissenschaftlichen Projekts stießen Brecht und Peters auch auf Überraschungen: So fanden sie eine von Martin Luther liebevoll gezeichnete Hand, die als eine Art Fingerzeig auf eine nach Ansicht des Reformators besonders bemerkenswerte Passage im Hieronymus-Text hinweist.
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