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Wenn Kinder nierenkrank werden

16.03.1999 - (idw) Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau

29. Wissenschaftliche Tagung der Arbeitsgemeinschaft Pädiatrische Nephrologie

Presse-Information 17.03.1999


Wenn Kinder nierenkrank werden

29. Wissenschaftliche Tagung der Arbeitsgemeinschaft Pädiatrische Nephrologie

Die Kinderklinik am Universitätsklinikum Freiburg veranstaltet unter der Leitung des Tagungspräsidenten, Professor Dr. Lothar Bernd Zimmerhackl, von Donnerstag, den 18. März, bis Samstag, den 20. März 1999, die 29. wissenschaftliche Tagung der Arbeitsgemeinschaft Pädiatrische Nephrologie (APN). Zu dieser Tagung werden 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus ganz Deutschland erwartet.

Neben dem Hauptthema des Kongresses, den zystischen Nierenerkrankungen bei Kindern und Jugendlichen, werden auch Sitzungen zum Problemkreis der angeborenen urogenitalen Fehlbildungen stattfinden. Besondere Beachtung findet darüber hinaus ein Thema, das in der ärztlichen Praxis immer mehr an Bedeutung gewinnt, nämlich die Frage nach den Grenzen der medizinischen Therapie, etwa bei nephrologischen Erkrankungen oder urognitalen Fehlbildungen bei Säuglingen und Kindern. Ist es hier auf jeden Fall sinnvoll zu therapieren? Kann oder muß in bestimmten Situationen auf eine Therapie verzichtet werden? Wie sind entsprechende Entscheidungen ethisch zu begründen? Ab welchem Lebensalter sind Transplantationen sowohl medizinisch als auch ethisch sinnvoll, oder inwieweit haben Eltern das Recht, medizinisch indizierte Behandlungen ihrer Kinder aus religiösen Gründen zu verweigern.

Im Mittelpunkt eines zweiten Themenschwerpunkts der Tagung stehen dann ethische und sozialpolitisch relevante Aspekte der frühzeitigen Diagnose erbbedingter Krankheiten, etwa der ADPKD (Autosomal domi-nante polyzystische Nierenerkrankung), einer Form der familiären Zysten-nierenerkrankung, die durch gentechnische Methoden bereits intrauterin nachgewiesen werden kann. Welchen medizinischen Nutzen bringt diese Erkenntnis? Wie weit geht hier das Aufklärungsgebot der Ärzte, die Eltern

eines betroffenen Kindes, auf dessen deutlich erhöhtes Krankheitsrisiko hinzuweisen? Schließlich werden sich die Tagungsteilnehmer auch mit Fragen auseinandersetzen, welche praktischen und rechtlichen Folgen das Wissen um die erblich bedingte Krankheit für die Betroffenen hat.

Kontakt:
Professor Dr. Lothar B. Zimmerhackl
Leitender Oberarzt
Universitäts-Kinderklinik
Mathildenstraße 1
79106 Freiburg
Tel 0761/270-4309
Fax 0761/270-4407
http://www.ukl.uni-freiburg.de
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