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"Meilenstein" für die internationale Zusammenarbeit von sozialen Diensten

06.07.1998 - (idw) Katholische Fachhochschule Nordrhein-Westfalen

Einzigartiger europäischer Studiengang in Rom eröffnet mit Studierenden aus Köln, Bilbao, Thessaloniki, Liege und Rom

Fünf Studierende der Katholische Fachhochschule Nordrhein-Westfalen (KFH NW) lernen jetzt in Rom "Europäische Soziale Arbeit" zusammen mit Kommilitonen aus Belgien, Griechenland, Italien und Spanien. Ermöglicht wird dies durch ein in Europa bisher einzigartiges Modellprojekt, das kürzlich in der italienischen Hauptstadt in Anwesenheit prominenter Regie-rungsvertreter feierlich eröffnet wurde. Bei dem von der Europäischen Union finanzierten Projekt "Frontiera" arbeiten fünf europäische Hochschulen zusammen mit einer renommierten Sozialorganisation in Italien, die das Vorhaben organisiert. Es geht um die Entwicklung, Erprobung und Evaluation eines zweijährigen Studiengangs, dessen Schwerpunkt Soziale Arbeit mit Randgruppen in europäischen Ballungszentren ist.

Nach rund 15 Monaten in Italien (4 Studien- und 2 Praxismo-dule) werden die Studierenden der KFH NW ihr Sozialarbeits- oder Sozialpädagogikstudium an der Kölner Hochschule fortset-zen und abschließen. Der Studienaufenthalt in Rom wird durch ein Stipendium aus EU-Fördergeldern bezahlt. Sechs Profes-sorinnen und Professoren aus drei Abteilungen der KFH NW sind mit Lehrveranstaltungen an dem Projekt beteiligt. Vorberei-tung und Koordination des Studien-gangs für die KFH NW hat Professor Dr. Michael Klein von der Abteilung Köln übernom-men. Insgesamt 28 Studentinnen und Studenten bereiten sich in diesem experimentellen Studiengang vor auf neue soziale Herausfor-derungen in einem europäischen Rahmen. Darüber hinaus soll das Modellprojekt die Zusammenarbeit zwischen Sozialorganisa-tio-nen und Hoch-schulen stärken und neue Beschäftigungsmöglich-keiten im Sozialbereich schaffen.

Die beteiligten Institutionen sind: Die Universitäten von Thessaloniki, Bilbao und Liège, die Universität "Roma Tre", das "Centro Italiano di Solidarietà" in Rom und die Katholische Fachhochschule Nordrhein-Westfalen. Der Studien-gang wird von der EU mit insgesamt rund 1,2 Millionen ECU gefördert (Social Affairs Sonderprojekte; Europäischer Sozialfonds, Art. 6).

Anläßlich des feierlichen Eröffnungsaktes in Rom drückte die Rektorin der KFH NW, Professorin Hilde Trapmann, ihre Über-zeugung aus, daß dieses einzigartige Projekt ein Meilenstein sei auf dem Weg zur internationalen Zusammenarbeit von sozialen Diensten. Ein Projekt wie Frontiera dürfe nicht das einzige bleiben, damit bei der beschleunigten wirtschaft-lichen Einigung durch den EURO die sozialen Dimensionen Europas nicht vernachlässigt würden. An der Eröffnung nahmen der italienische Arbeitsminister, Professor Tiziano Treu, Sozialministerin Livia Turco, die Staatssekretärin Albertina Soliani sowie die Tochter des italienischen Staatspräsiden-ten, Marianna Scalfaro, teil.
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