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Entwicklung der Umwelt nach der letzten Eiszeit

22.03.1999 - (idw) Bayerische Akademie der Wissenschaften

Einladung zu einem Ökologie-Rundgespräch am 19. April 1999

Wie hat sich unsere Umweltbelastung nach der letzten Eiszeit, d.h. nach ca. 8000 v. Chr., entwickelt? Dieser Frage werden führende Experten und zahlreiche geladene Gäste aus Wissenschaft, Verwaltung und Politik in einem nächsten Rundgespräch der Kommission für Ökologie der Bayerischen Akademie der Wissenschaften nachgehen. Vertreter der Medien sind herzlich eingeladen.

Die natürlichen Veränderungen im Naturhaushalt sind in weiten Teilen klimagesteuert. Bereits geringe Temperaturerhöhungen und Niederschlagsvariationen führen z.B., neben einer Verkleinerung der vergletscherten Fläche der Alpen, zu einer Veränderung der Vegetationsdecke, besonders im sensiblen Bereich ihrer Höhengrenzen in den Alpen. Neben natürlichen treten jedoch auch anthropogen - also durch den Menschen verursachte - Veränderungen auf. Beide sind eng miteinander verknüpft, wodurch ihr Anteil an den beobachteten Phänomenen oft kaum voneinander trennbar ist. Schwierig sind entsprechende Untersuchungen deshalb, weil sich Ökosysteme natürlicherweise über sehr große Zeiträume hinweg verändern und eine große Komplexität besitzen. Einen nahezu idealen methodischen Ansatz bietet hier die Paläoökologie, die über die erdgeschichtliche Abfolge den Zugang zu sehr langsamen Umweltprozessen und damit die Analyse von Muster und Ursachen der Entwicklung von verschiedenen Ökosystemen unter vielfältigen Klima- und Umweltbedingungen erlaubt.
Diesen paläoökologischen Ansatz wird auch das nächste Rundgespräch der Kommission für Ökologie der Bayerischen Akademie der Wissenschaften verfolgen. Die Fachtagung befaßt sich mit der Entwicklung der Umwelt nach der letzten Eiszeit (d.h. nach ca. 8000 v. Chr.). Führende Experten und zahlreiche geladene Gäste aus Wissenschaft, Verwaltung und Politik werden sich dabei vor allem mit der natürlichen Waldentwicklung in Mitteleuropa beschäftigen, aber auch den zunehmenden Einfluß des Menschen in das Naturgeschehen darstellen. Vegetationsgeschichtliche, vor allem pollenanalytische Untersuchungen haben gezeigt, daß ganz Mitteleuropa einst von einem dichten Waldkleid bedeckt war. Inwieweit z.B. der Mensch bereits um ca. 5000 v. Chr., in der Jungsteinzeit, durch Siedlungstätigkeit in diese natürlichen Entwicklungsprozesse eingegriffen hat, wird nur eine der zahlreichen Fragestellungen sein.
Im Namen der Kommission für Ökologie darf ich Sie als Vertreter der Medien recht herzlich zu diesem erneuten Rundgespräch einladen. Die für eine breite Öffentlichkeit nicht zugängliche Tagung wird am Montag, dem 19. April 1999, im Sitzungssaal der Philosophisch-historischen Klasse der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Marstallplatz 8 in München, stattfinden.
Da wir im Falle Ihrer Teilnahme gerne einen Mittagsimbiß für Sie bereithalten würden, möchte ich Sie um eine Anmeldung bis zum Freitag, dem 9. April 1999, unter der E-Mail-Adresse Myriam.Hoenig@lrz.badw-muenchen.de bitten.

Myriam Hönig
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