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Neue Studie: »Stand der Technik, Defizite und Trends in der Automatisierungstechnik«

24.03.1999 - (idw) Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA

Welche Reife haben die einzelnen Technologien erreicht? Welche Defizite werden gesehen und welche konkreten Trends zeichnen sich ab? Antworten auf diese Fragen zum Stand der Automatisierungstechnik in Deutschland gibt die Studie von Rolf Dieter Schraft, Ralf Kaun und Markus Mersinger, die zur HM '99 erscheint.

Vor dem Hintergrund eines globalen Wettbewerbs und der Standortfrage ist seit einigen Jahren die Automatisierung der Produktion wieder "das" Thema in deutschen Unternehmen. Trotz dieser Automatisierungswelle, die derzeit durch die Unternehmen rollt, ist die aktuelle Situation der Automatisierungstechnik nur in Umrissen bekannt. Forscher des Fraunhofer IPA wollten es genauer wissen: Welche Reife haben die einzelnen Technologien erreicht? Welche Defizite werden gesehen und welche konkreten Trends zeichnen sich ab?

Bisher waren zu diesen wichtigen Fragestellungen kaum Informationen verfügbar. Rolf Dieter Schraft, Ralf Kaun und Markus Mersinger führten deshalb unter 159 Herstellern von Automatisierungstechnik eine detaillierte Umfrage durch, deren Ergebnisse nun in Form einer Studie vorliegen. Die Umfrage deckt die sechs wichtigen Technologiefelder Robotertechnik, Montagetechnik, Materialflußtechnik, Verpackungstechnik, Steuerungs- und Regelungstechnik sowie Sensortechnik ab. Um den Nutzwert für den Leser zu erhöhen, wurden sowohl der Stand der Technik als auch die Defizite und Trends in den einzelnen Technologiefeldern analysiert. Die Autoren legten trotz der Unterschiede zwischen den einzelnen Technologiefeldern großen Wert auf möglichst vergleichbare Fragestellungen. Die umfangreichen - und zum Teil überraschenden - Ergebnisse der Umfrage werden in 88 klar gegliederten Abbildungen dargestellt und jeweils kurz kommentiert.

Was die Trends in der Automatisierungstechnik angeht, waren über alle untersuchten Technologiefelder hinweg eindeutige Schwerpunkte auszumachen. So werden beispielsweise bei den Systemkonzepten Low-cost- und Modularisierungslösungen immer beliebter. Bei den Steuerungssystemen sind zunehmend dezentrale Intellligenz sowie standardisierte BUS-Systeme gefragt. Auch die Weiterentwicklung von Mensch-Maschine-Schnittstellen läuft auf Hochtouren.

Auch hinsichtlich der Attraktivität von 13 untersuchten Branchen als Absatzmärkte für Automatisierungstechnik ergeben sich aus der Studie interessante Erkenntnisse: Das größte Potential weisen die Pharmazie, die Fahrzeugzulieferer und die Nahrungs-/Genußmittelindustrie auf. In der Pharmazie beispielsweise werden bei allen Technologiefeldern überdurchschnittliche Zuwächse erwartet, besonders bei der Verpackungs- und Materialflußtechnik sowie der Sensortechnik. Gründe sind die zunehmende Herstellung breiterer Produktpaletten in kleineren Losen (u. a. bei den Diagnostika), die Notwendigkeit lückenloser Prozeßdokumentation oder die zunehmende Verbreitung von auf biotechnischer Grundlage erzeugten Diagnosesensoren. Die Attraktivität der Fahrzeugzulieferer resultiert dagegen fast ausschließlich aus dem enormen Rationalisierungsdruck auf die Branche. Bis auf die Verpackungstechnik werden auch hier in allen anderen Technologiefeldern überdurchschnittliche Zuwächse erwartet.

Die Studie wendet sich hauptsächlich an Produktionsverantwortliche in den Industrieunternehmen, an Entwickler und Forscher in der Automatisierungstechnik sowie an Projektleiter von Automatisierungsvorhaben. Sie wird vom Fraunhofer IPA in Zusammenarbeit mit der Wirtschaftswoche herausgegeben, erscheint zur HM '99 und wird dort auch erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt.

Rolf Dieter Schraft, Ralf Kaun, Markus Mersinger:

Stand der Technik, Defizite und Trends in der Automatisierungstechnik
Studie des Fraunhofer IPA, Stuttgart, 1999
Preis: voraussichtlich 78,- DM


Ihr Ansprechpartner für weitere Informationen:
Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA
Nobelstraße 12, 70569 Stuttgart

Dr. Ralf Kaun
Telefon 0711/970-1237, Telefax 0711/970-1005, e-mail rnk@ipa.fhg.de
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