Studium, Ausbildung und Beruf

web uni-protokolle.de
 powered by
NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenSamstag, 22. Februar 2020 

HM '99: Sicherer »Griff in die Kiste« mit robuster Objektlokalisierung

24.03.1999 - (idw) Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA

Ein neuartiges Verfahren, mit dem die Entnahme von Teilen aus chaotisch bestückten Paletten auch unter ungünstigen Randbedingungen zuverlässig funktioniert, hat das Fraunhofer IPA in Zusammenarbeit mit der BMW AG, München, entwickelt.

Werkstücke lassen sich nur dann automatisiert handhaben, wenn ihre Position und Orientierung bekannt ist. Ist ihre Lage nicht von vornherein definiert - z. B. durch mechanische Fixierungen, wie sie bei vielen Handhabungseinrichtungen vorkommen - muß sie durch geeignete Sensoren ermittelt werden.

Für komplexe Aufgabenstellungen werden heute Bildverarbeitungssysteme eingesetzt, die jedoch nicht immer zufriedenstellende Ergebnisse liefern. Dies ist insbesondere beim "Griff in die Kiste" der Fall: der Entnahme von Werkstücken aus chaotisch bestückten Paletten. Charakteristisch für diese Aufgabenstellung ist eine völlig unbekannte Teilelage, wobei sich die Werkstücke vor einem ebenso unbekannten Hintergrund - üblicherweise darunterliegenden Teilen - befinden.

Ein neuartiges Verfahren zur zuverlässigen Entnahme solcher Werkstücke hat das Fraunhofer IPA in Zusammenarbeit mit der BMW AG, München, entwickelt. Es ermöglicht die genaue Bestimmung von Position und Orientierung auch komplexer Objekte. Selbst bei einem undefinierten Hintergrund ist - unabhängig von der Beleuchtung - eine hohe Erkennungssicherheit gewährleistet. Da die Teile unabhängig von ihren Oberflächeneigenschaften erkannt werden, sind sogar verschmutzte oder unterschiedlich helle Werkstücke sicher lokalisierbar.

Das Erkennungssystem besteht aus einem 3D-Lasersensor und einem modularen Lokalisierungsprogramm für einen Standard-PC. Mit dem Verfahren können selbst Werkstücke mit komplexer Geometrie auf einem laufenden Förderband lokalisiert werden. Hierzu wird der 3D-Lasersensor durch einen 2D-Zeilensensor ersetzt. Auf der HM '99 wird das Gesamtsystem beim Depalettieren von Reifen aus einer Gitterbox gezeigt. Ein anderes denkbares Anwendungsfeld wäre das automatische Entladen von Guß- und Blechteilen.

Ihr Ansprechpartner für weitere Informationen:
Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung
Nobelstraße 12, 70569 Stuttgart

Dipl.-Ing. Klaus Lehmann
Telefon 0711/970-1559, Telefax 0711/970-1229, e-mail ksl@ipa.fhg.de
uniprotokolle > Nachrichten > HM '99: Sicherer »Griff in die Kiste« mit robuster Objektlokalisierung

ImpressumLesezeichen setzenSeite versendenDruckansicht

HTML-Code zum Verweis auf diese Seite:
<a href="http://www.uni-protokolle.de/nachrichten/id/48191/">HM '99: Sicherer »Griff in die Kiste« mit robuster Objektlokalisierung </a>