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Afrika-Forscher erhalten 1,65 Millionen Mark

25.03.1999 - (idw) Bayerische Julius-Maximilians-Universität Würzburg

Nach einer positiven Begutachtung durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) kann das Graduiertenkolleg "Geowissenschaftliche Gemeinschaftsforschung in Afrika" der Universität Würzburg am 1. April in seine dritte und damit letzte Projektphase eintreten. Für deren Laufzeit bis Ende März 2002 hat die DFG insgesamt 1,65 Millionen Mark bewilligt.

Im Rahmen von Graduiertenkollegs will die DFG den wissenschaftlichen Nachwuchs fördern. Vor allem Doktoranden sollen ihre Promotion innerhalb eines systematisch angelegten Studienprogramms vorbereiten und mit ihrer Dissertation in einem umfassenden Forschungszusammenhang arbeiten können. An der Universität Würzburg existieren derzeit sieben solche Einrichtungen.

Dem geowissenschaftlichen Graduiertenkolleg gehören Arbeitsgruppen aus der Geographie, der Geologie und der Mineralogie an. Für die letzte Projektphase seien wiederum zwei Postdoktoranden- und zwölf Doktoranden-Stipendien bewilligt worden, so Prof. Dr. Martin Okrusch, Sprecher des Kollegs. Hinzu kommen Reisemittel für umfangreiche Geländearbeiten in Namibia sowie Zuschüsse zu Labor- und anderen Sachkosten. Von besonderer Bedeutung seien, so Prof. Okrusch, die bewilligten Mittel für Gastforscher und kleinere Tagungen: "Diese ermöglichen es den Kollegiaten und den betreuenden Hochschullehrern, vielfältige Kontakte mit Namibia-Forschern aus deutschen, europäischen oder afrikanischen Universitäten zu knüpfen."

Da die beiden Postdoktoranden- und ein Teil der Promotionsprojekte bereits in den vergangenen zwei Jahren begonnen haben, also übergreifend finanziert werden, konnten laut Prof. Okrusch zum 1. April zunächst nur sechs Promotionsstipendien ausgeschrieben werden. Daraufhin gingen Bewerbungen von elf Studentinnen und neun Studenten ein, darunter drei aus dem europäischen Ausland und elf von anderen deutschen Universitäten. 15 Interessenten wurden zu einem Vorstellungskolloquium eingeladen, das im Februar in Würzburg stattfand und sich guter Resonanz erfreute. In Kurzvorträgen berichteten die Eingeladenen über die Ergebnisse ihrer Diplom- oder Magisterarbeiten, einige stellten bereits Projektskizzen für ein Promotionsprojekt in Namibia vor. Fünf Bewerberinnen und drei Bewerber wurden schließlich ins Graduiertenkolleg aufgenommen; für zwei von ihnen ist also eine externe Zwischenfinanzierung notwendig.

Die dritte Projektphase des Würzburger Graduiertenkollegs beginnt mit einer 18tägigen Einführungsexkursion. Diese soll den Doktorandinnen und Doktoranden einen ersten umfassenden Überblick über Geologie, Landschaft und Kultur Namibias vermitteln. Zugleich werden die geologischen und geographischen Probleme in den Projektgebieten dargelegt und die methodischen Ansatzpunkte für ihre Lösung diskutiert. Schließlich soll die Exkursion - der Sprecher des Kollegs erwähnt in diesem Zusammenhang lange Fahrten auf Staubpisten, anstrengende Fußwanderungen und das Kampieren in der freien Natur - dazu beitragen, dass sich die Kollegiaten und ihre Betreuer kennenlernen können.

Weitere Informationen: Prof. Dr. Martin Okrusch, T (0931) 888-5420, Fax (0931) 888-4620, E-Mail:
okrusch@mail.uni-wuerzburg.de
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