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Struktur von Pilzgiften aufgeklärt

25.03.1999 - (idw) Bayerische Julius-Maximilians-Universität Würzburg

Der Lebensmittelchemiker Dr. Hans-Ulrich Humpf von der Universität Würzburg wurde mit dem "Peter B. Czedik-Eysenberg-Preis 1998" der Gesellschaft Österreichischer Chemiker ausgezeichnet.

Der Preis, der am 11. März in Wien überreicht wurde, kommt für "herausragende Arbeiten jüngerer Wissenschaftler aus den Gebieten Lebensmittelchemie, Kosmetik- und Tensidchemie" in Frage. Neben Dr. Humpf wurde Corinna Asmussen von der Technischen Universität Berlin ausgezeichnet; beide erhielten 10.000 Österreichische Schilling.

Der Würzburger Forscher bekam den Czedik-Eysenberg-Preis, weil er mit Hilfe der Circulardichroismus-Spektroskopie die räumliche Struktur der Fumonisine, die sogenannte Absolutkonfiguration, aufgeklärt hat. Fumonisine sind Schimmelpilzgifte, die vor allem in verdorbenem Mais und daraus hergestellten Produkten vorkommen. Dr. Humpf entwickelt unter anderem Analyseverfahren, mit denen die in nur sehr geringen Mengen auftretenden Fumonisine nachgewiesen werden können. Von Tierversuchen ist bekannt, dass diese Gifte beispielsweise Lungenödeme und -tumoren verursachen können. Mögliche Schadwirkungen auf den Menschen sind nach Auskunft des Lebensmittelchemikers noch nicht hinreichend untersucht.

Weitere Informationen: Dr. Hans-Ulrich Humpf, T (0931) 888-5483, Fax (0931) 888-5484, E-Mail: humpf@pzlc.uni-wuerzburg.de
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