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Dresdner Elektrotechniker bieten transparentes System zur Bildverarbeitung und Mustererkennung an

25.03.1999 - (idw) Technische Universität Dresden

Hannover Messe (19. bis 24. April 1999):
Risse im Joghurtbecher, fehlende Schrauben oder falsche Anzeigen auf dem Radiodisplay: Mit QuickCog auf einen Blick die Fehler erkennen

Den Löffel in der rechten, den Joghurtbecher in der linken Hand. Der Mensch freut sich schon auf den fruchtigen Erdbeergeschmack. Doch Pech gehabt: Der Erdbeerjoghurt ist schimmelig, das Auge erkennt den Grund, einen unscheinbaren Riß und unser Gehirn weiß, dieser Becher ist kaputt. Schließlich hat der Mensch schon unzählige Joghurtbecher in der Hand gehalten, die in Ordnung waren. Es hört sich so simpel an, einen Fehler zu erkennen, doch basiert der Vorgang auf einer hochkomplizierten Leistung des menschlichen Gehirns: Ein Objekt visuell wahrzunehmen, es anhand von Erfahrungswerten einer bestimmten Gruppe zuzuordnen und danach über seine Wertigkeit zu entscheiden.

Um die menschliche Wahrnehmung für die Mustererkennung von der industriellen Fertigung bis hin zur Überprüfung von Bauten nachzuahmen, waren bisher teure, schwer zu bedienende Softwareprogramme erforderlich. Nur Spezialisten waren in der Lage, dann die Abläufe zu definieren und gute Ergebnisse zu erzielen. QuickCog revolutioniert die Mustererkennung: Die Arbeitsgruppe um den Dresdner Wissenschaftler Dr. Andreas König vom Lehrstuhl für Elektronische Bauelemente und Integrierte Schaltungen der Technischen Universität Dresden, präsentiert das schnelle und vielseitige System, für dessen erfolgreiche Anwendung praktisch keine Vorkenntnisse erforderlich sind, auf der Hannover Messe vom 19. bis 24. April 1999 (Halle 18, 1. Obergeschoß, Stand J16). Einen Vorläufer dieser Software zeigten die Dresdner Elektrotechniker bereits auf der CeBIT 1998.

QuickCog bietet eine Komplettlösung für die Bildverarbeitung und Mustererkennung an - ob nun bei Bestückungs- oder Lötstellenkontrollen von Platinen, der Vollständigkeit von elektromechanischen Baugruppen, der Güte von Oberflächen, der Sortierung von Bauteilen bei der Prüfung von Textilien oder der Verpackung von Medikamenten. Auch andere Aufgaben aus dem Gebiet der zerstörungsfreien Werkstoffprüfung sind mit dem QuickCog System möglich. So bietet sich die Dresdner Software auch zur Auswertung von Ultraschall-, Radar- oder auch Röngtenbildern an, um beispielsweise Risse im Beton festzustellen.

QuickCog simuliert nicht nur das Sehen und Prüfen, sondern ist sogar lernfähig: Es genügt, wenn der Anwender über die komfortable Einrichtschnittstelle neue Bilddaten mit guten und schlechten Beispielen eingibt.
Oftmals sind die Unterschiede zwischen guten und schlechten beziehungsweise fehlerhaften und ordnungsgemäßen Produkten sehr gering. Die Dresdner Software stellt in einer intuitiv zugänglichen, leicht verständlichen Form am Bildschirm die Eignung der Beispielbilder und des Prüfverfahrens, sowie Ausreißer und Problemfälle grafisch dar. Eine derartige Transparenz und Form der Darstellung ist sonst nur in vielfach teureren Systemen zur Datenanalyse und Data-Mining zu finden. Und sollten die Möglichkeiten für den Anwender zu gering sein, nur neue Bilddaten einzugeben, so kann er auf tieferen Bedienerebenen aus der umfangreichen Verfahrenssammlung neue Blöcke in die Abläufe einfügen oder seine eigenen Parameter für die Verfahren eingeben.

QuickCog arbeitet auch direkt auf Industrie-PCs (PC-104) und ist damit unmittelbar im industriellen Umfeld einsetzbar und integrierbar. Auf Knopfdruck angelernt, kann sofort mit der Prüfung in der Produktion auf dem Industrie-PC begonnen werden. QuickCog eignet sich auch für viele andere Bereiche bis hin zur Mechatronik als äußerst preisgünstiges Forschungs- und Entwicklungswerkzeug und ist durch seine Transparenz und ergonomische Gestaltung auch als Lehr- und Lernmittel im Bereich der Bildverarbeitung, Mustererkennung und neuronaler Informationsverarbeitung sehr gut geeignet.

QuickCog wird bereits vertrieben von der Firma "PHYTEC Meßtechnik GmbH", Robert-Koch-Straße 39, 55129 Mainz, Telefon (0 61 31) 92 21-0, Fax (0 61 31) 92 21-33.

Weitere Informationen: TU Dresden, Institut für Grundlagen der Elektrotechnik und Elektronik, 01062 Dresden, Dr. Andreas König, Michael Eberhard oder Robert Wenzel, Telefon (03 51) 4 63-28 05, Fax (03 51) 4 63-72 60, e-mail: koenig@iee.et.tu-dresden.de
oder vom 19. bis 24. April 1999 auf der Hannover Messe, Halle 18, 1. Ober-geschoß, Stand J16 (Gemeinschaftsstand "Forschungsland Sachsen", Telefon (05 11) 89-4 76 25, Fax (05 11) 89-4 76 32).

Birte Urban,Pressesprecherin
Telefon (03 51) 4 63-30 37
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