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Auf den zweiten Blick - Filme aus dem Filmarchiv der HFF "Konrad Wolf" im Potsdamer Filmmuseum

30.03.1999 - (idw) Hochschule für Film und Fernsehen Potsdam-Babelsberg

Mit Beginn des Sommersemesters lädt die Hochschule für Film und Fernsehen zur fünften Ausgabe ihrer Filmreihe "Auf den zweiten Blick" am 15. April 1999 ins Potsdamer Filmmuseum ein. Thema diesmal: "Zeigt her Eure Schuhe": Fünfundneunzig Minuten Filme über Schuhe, Schuh-Macher, Schuh-Träger und über die ihnen eigene Sicht auf die Dinge und die Welt.
"Schuhmacher" (1995), eine stumme Kamera-Rechercheübung von Heiko Merten, entstand im ersten Studienjahr und führt den unspektakulären Alltag in einer Schuhmacherwerkstatt vor.
Annette ist Schuhmacherin, ihre Leidenschaft sind Pantoffeln und am liebsten würde sie den Namen ihrer Oma tragen: Holzschuh. Tagsüber verdient sie sich ihren Lebensunterhalt mit Putzen. Des Nachts wird ihre Küche zur Werkstatt, in der die erotischsten aller Schuhe entstehen. Mit "Freie Ferse" (1994) gelang Regiestudentin Katharina Werner im ersten Studienjahr ein unterhaltsames Porträt, das auf dem Internationalen Festival der Filmhochschulen 1995 in München mit dem Preis des Jurypräsidenten ausgezeichnet wurde.
Wie Ballettschuhe gemacht werden zeigt "pas de trois" (1982/83) von Eliane Rehor. Sie beobachtet die Schuhmacherin an der Komischen Oper Berlin.
Von einem Schuster, der nicht bei seinen Leisten bleiben kann, einem 70jährigen Bauern, der plötzlich seine Liebe zur Kunst entdeckt, und einem Schlosser, der Trabis mit Pritsche und Orgeln baut, erzählt Michael Erler in seinem Dokumentarfilm "Der verwandelte Schuster und seine Gesellen" (1978). In der Schusterwerkstatt, bei der freiwilligen Feuerwehr und beim Bau eines Dorfparkplatzes spielt sich das Leben ab. - Ein sächsischer Bilderbogen.
Altes Märchen neu erzählt: "Die zertanzten Schuhe" (1990) von Thomas Metzkow. Die Gute-Nacht-Geschichte wird Wirklichkeit und Mama zur verzauberten Prinzessin, die zwanghaft nächtens tanzen muß. Nur ein liebender Prinz kann sie erlösen. Papa stellt sich aber ziemlich ungeschickt an, und Sohnemann muß ihm erst einmal zeigen, worauf's ankommt.
Vom Palast in den Steinbruch. Gabriele Denecke befragt Arbeiter aus dem Tagebau Reinhardtsdorf bei Bad Schandau, wie sie den begehrten Elbe-Naturstein gewinnen. Und sie erfährt nicht nur, welche handwerklichen Voraussetzungen vonnöten sind, sondern auch, was es für Kerle verlangt und was für eine eingeschworene Gemeinschaft sie sind. Alte Steinbruchweisheit: "Wer ein paar Holzlatschen abgelaufen hat" (1976), der geht so schnell nicht wieder fort.
Das Programm beginnt um 19.00 Uhr. Der Eintritt ist wie immer frei. Besonderer Leckerbissen diesmal: Die Stummfilme werden von Helmut Schulte an der Kinoorgel begleitet.

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