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Hahn ohne Hebel

01.04.1999 - (idw) Fraunhofer-Gesellschaft

Bis jeden morgen optimal temperiertes Wasser aus dem Hahn rauscht, fließt viel davon in den Abfluß. Eine elektronisch gesteuerte Armatur kann hier Abhilfe schaffen. Sie sorgt für komfortable, wasser- und energiesparende Morgenwäsche.


Designstudie eines Waserhahns mit elektronisch gesteuertem Wasserzulauf. Hahn ohne Hebel

Für viele fast schon ein tägliches Ritual: Vor dem Duschen oder Zähneputzen werden bei fließendem Wasser Temperatur und Stärke des Strahls geprüft und eingestellt. Bis das Naß richtig dosiert und temperiert aus dem Hahn rauscht, fließt viel Wasser in den Abfluß. Eine elektronisch gesteuerte Mischarmatur kann hier Abhilfe schaffen. Sie sorgt für eine komfortable, wasser- und energiesparende Wäsche. Im Auftrag der Patentstelle für die Deutsche Forschung der Fraunhofer-Gesellschaft setzte die Fraunhofer-Technologie-Entwicklungsgruppe TEG die Konzeptidee der Firma Dries Design in einen Prototypen um.

"In Gaststätten oder öffentlichen Toiletten gibt es bereits Modelle elektronisch gesteuerter Wasserhähne. Man hält die Hände darunter und das Wasser fließt", erklärt Dr. Ralf Dorwath von der TEG. "Allerdings gibt es hier keine Möglichkeit, nach den eigenen Wünschen zu regeln." Auch für das heimische Badezimmer werden derartige Lösungen angeboten. Sie sind jedoch meist unhandlich in der Bedienung. Der Clou der neuen Armatur ist deshalb das selbsterklärende Touch-Screen: In einem einfachen Schema sind Temperatur und Durchflußmenge koordiniert. Mit einem sanften Fingerdruck auf das Display wird die elektronische Steuerung der Ventile ausgelöst. Das Wasser fließt unverzüglich in der gewünschten Menge. Bei einer leichten Berührung des STOP-Feldes schließt sich der High-Tech-Hahn. Er kann nicht tropfen.

Die Aufgabe der TEG-Ingenieure war es, die Konzeption in ein Funk-tionsmuster zu bringen. "Dafür wählten wir zunächst geeignete Ventile aus und entwickelten eine Mikrocontrollerschaltung, um die Eingabe ohne Zeitverzug übertragen zu können", berichtet Dorwarth. "Da es auf dem Markt keine geeigneten Touch-Screens gab, mußten wir auch die Tastpunktmatrix in die Schaltung integrieren."


Ansprechpartner:
Dr. Ralf Dorwarth
Telefon 07 11/9 70-36 14
Telefax 07 11/9 70-39 97
email: rfd@teg.fhg.de

Fraunhofer-Technologie-
Entwicklungsgruppe TEG
Nobelstraße 12
D-70569 Stuttgart
Pressekontakt:
Maren Kalkowsky
Telefon 07 11/9 70-36 32
Telefax 07 11/9 70-39 98
email: mak@teg.fhg.de
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