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Dritter Vortrag der Erich-Regener-Vortragsreihe im Max-Planck-Institut für Aeronomie

01.04.1999 - (idw) Max-Planck-Institut für Aeronomie

Zum dritten "Erich-Regener-Vortrag" lädt das Max-Planck-Institut für Aeronomie (MPAE) in Katlenburg-Lindau alle interessierten Hörer in seine Räume ein (Ortsteil Lindau, Max-Planck-Straße 2). Am Dienstag, dem 13. April 1999, um 19.00 Uhr, wird Herr Prof. Dr. med. Rupert Gerzer einen ca. einstündigen Vortrag über das Thema "Raumfahrtmedizin" halten. Wegen der großen Hörerzahl beim letzten Vortrag im Februar hat das Institut jetzt die Voraussetzungen dafür geschaffen, daß bei Bedarf Bild und Ton vom Hörsaal, wo die Veranstaltung stattfindet, in einen benachbarten Seminarraum übertragen werden können.

Raumfahrtmedizin ist das wissenschaftliche Spezialgebiet, das sich mit dem Verhalten des menschlichen Organismus im Weltraum beschäftigt, wo er starker Strahlung, Schwerelosigkeit, Beschleunigung und einer künstlichen Atmosphäre ausgesetzt ist. Als Direktor des Instituts für Luft- und Raumfahrtmedizin der DLR (Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt) in Köln und Präsident der Deutschen Gesellschaft für Luft- und Raumfahrtmedizin e.V. ist der Vortragende ein ausgewiesener Fachmann. Schwerpunkte seines Vortrags werden die Betreuung von Astronauten (einschließlich der Strahlenproblematik) und die lebenswissenschaftliche Forschung unter Schwerelosigkeit sein.

Erich Regener (1881 - 1955), dessen Namen die Vortragsreihe trägt, war Physikprofessor an der Landwirtschaftlichen Hochschule Berlin und an der Technischen Hochschule Stuttgart. Seit 1938 leitete er in Friedrichshafen am Bodensee die "Forschungsstelle für Physik der Stratosphäre in der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft". Aus der Forschungsstelle entstand 1952 in Weissenau bei Ravensburg ein Max-Planck-Institut, das nach Regeners Tod nach Südniedersachsen verlagert wurde und eine der beiden Wurzeln des heutigen MPAE bildet. Regeners Interessen galten insbesondere der Kosmischen Strahlung und dem Ozon der Stratosphäre. Seit 1942 entwickelte er zur Erforschung der hohen Atmosphäre erstmals eine wissenschaftliche Nutzlast für eine Rakete, die zwar noch in Peenemünde in die Spitze einer A4-(V2-)Rakete eingebaut, in den Wirren des endenden Krieges aber nicht mehr gestartet wurde.
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