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Zahlreiche Forschungsprojekte für Magdeburger Motorenforscher

02.08.2002 - (idw) Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg

In den ersten sieben Monaten dieses Jahres warben Wissenschaftler des Institutes für Maschinenmesstechnik und Kolbenmaschinen der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg Forschungsdrittmittel mit einem Volumen von über 1,1 Mio Euro ein. Schwerpunkt dabei sind wissenschaftliche Arbeiten zur Abgasnachbehandlung bei Dieselmotoren, Schwingungs- und Geräuschuntersuchungen an Hochleistungsmotoren, Sensoruntersuchungen sowie Simulationsrechnungen an Common-Rail-Diesel-Einspritzsystemen. Auftraggeber sind die Forschungsvereinigung Verbrennungskraftmaschinen sowie die Volkswagen AG, DaimlerChrysler AG und die Robert Bosch GmbH, informiert Prof. Dr. Helmut Tschöke, geschäftsführender Leiter des Magdeburger Institutes für Maschinenmesstechnik und Kolbenmaschinen und Dekan der Maschinenbaufakultät. Aus Drittmitteln können u. a. Mitarbeiter bezahlt bzw. weitere Mitarbeiter eingestellt werden. Viele Forschungsprojekte seien noch in Verhandlung, so der Institutsleiter, mangels Kapazitäten könne er weitere Industrieaufgaben derzeit nicht sofort bearbeiten, sondern müsse sie für das nächste bzw. übernächste Jahr einplanen. Tschöke hofft, mit weiteren Drittmitteln mehr Arbeitsplätze in seinem Institut schaffen zu können.
Insgesamt werden an der Universität etwa 300 Mitarbeiter aus eingeworbenen Drittmitteln bezahlt. (Drittmittel sind Geldzuwendungen von dritter Stelle, die für Forschungsvorhaben oder andere wissenschaftliche Zwecke zur Verfügung gestellt werden.)

Besonders interessant ist ein Forschungsprojekt, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanziert und über INNOREGIO MAHREG koordiniert wird. Wissenschaftler des Institutes für Maschinenmesstechnik und Kolbenmaschinen arbeiten in diesem Projekt an der Verbesserung der Auslegung von Zylinderköpfen. Die Forschungsergebnisse sollen die einheimische Motorenzulieferindustrie, u. a. die Rautenbach Guss AG, unterstützen und die Wettbewerbsfähigkeit der kleinen und mittelständischen Firmen auf diesem heiß umkämpften Markt erhöhen.

Professor Tschöke freut sich, dass einer seiner ersten Diplomanden, der einige Jahre in der süddeutschen Motorenzulieferindustrie erfolgreich tätig war, an das Magdeburger Institut zurückkehrt, um seine Dissertation zu schreiben. Dies sei eine geradezu ideale Lösung, da der ehemalige Diplomand inzwischen wichtige Erfahrungen in der Industrie sammeln konnte, die er jetzt für ein mehrjähriges Forschungsprojekt einsetzen kann, resümiert Helmut Tschöke. An diesem kleinen Beispiel zeigt sich, so der Institutsleiter, dass nicht nur eine Abwanderung von Fachkräften, sondern auch eine Zuwanderung von exzellentem "Know how" möglich ist.
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