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Der Netzhaut beim Rechnen zusehen

05.08.2002 - (idw) Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V.

Forschern der Max-Plank-Gesellschaft und der University of Washington gelingen mit besonderer Mikroskopie-Technologie neue Einblicke, wie unsere Augen bewegte Bilder detektieren


Multiquanten-mikroskopische Aufnahmen von "starburst"-Zellen mit Gewebe.
Multiquanten-mikroskopische Aufnahmen von "starburst"-Zellen mit einem der verwendeten Lichtreize in einer Fotomontage. Die Retina (Netzhaut) ist nicht nur ein Detektor, sondern ein hochspezialisierter Prozessor zur Bildverarbeitung in unseren Augen, der abgebildete Szenen analysiert, zeitliche, räumliche und farbliche Informationen extrahiert und diese an die visuellen Zentren im Gehirn weiterleitet. Bisher war nur wenig darüber bekannt, inwieweit eine lokale Signalverarbeitung bereits in den Dendriten der retinalen Neurone stattfindet. Wissenschaftlern vom Max-Planck-Institut für medizinische Forschung sowie von der University of Washington in Seattle/USA ist es nun mit einem neuen bildgebenden Verfahren, der Multiquanten-Mikroskopie, gelungen, die lebende, lichtempfindliche Retina mit hoher Auflösung sichtbar zu machen und ihre Mechanismen der Informationsverarbeitung zu untersuchen. Sie entdeckten hierbei, das Bereiche in ein und derselben Nervenzelle weitgehend unabhängig voneinander auf unterschiedliche Bewegungsrichtungen reagieren können - also mehrere Richtungsdetektoren in sich vereinen (nature, Advanced Online Publication, 4. August 2002).

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