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Blindes Vertrauen der Schützlinge mit dem gelben Stern

23.04.1999 - (idw) Fachhochschule für Technik und Wirtschaft Berlin

Ausstellung über die Zeit von 1941 bis 1943 in den ehemaligen Räumen der Blindenwerkstatt Otto Weidt am Hackeschen Markt

Studentinnen und Studenten des 7. Semesters des Studienganges Museumskunde der Fachhochschule für Technik und Wirtschaft Berlin (FHTW) laden Sie herzlich zur
Pressekonferenz
am Donnerstag, den 4. März 1999 um 11 Uhr
in das Haus Schwarzenberg, Rosenthaler Str. 39, 2. Hofdurchgang, linker Aufgang, 1. Stock in 10178 Berlin (Mitte) ein. Anlaß ist die Eröffnung einer Ausstellung am gleichen Tage in den ehemaligen Räumen der Blindenwerkstatt Otto Weidt´s.

In der Rosenthaler Straße 39, nahe der Hackeschen Höfe, befand sich in einem Seitenflügel diese Blindenwerkstatt. Zur Zeit des Nationalsozialismus arbeiteten dort jüdische und nichtjüdische Blinde und Taubstumme unter dem Schutz des Berliner Kleinfabrikanten, der in seinem "kriegswichtigen" Betrieb Besen und Bürsten herstellen ließ. Es gab viele, die bei ihm Rat, Arbeit , Hilfe und Schutz fanden. Die Werkstatt war oft die letzte Zufluchtsstätte für die Arbeiter und ihre Angehörigen. Otto Weidt versteckte dort eine vierköpfige Familie in einem Hinterraum der Werkstatt, holte seine Arbeiter aus dem Deportationssammellager zurück und verhalf einer Angestellten zur Flucht aus dem KZ.

Inge Deutschkorn hat in ihrem Buch "Ich trug den gelben Stern" über Otto Weidt und seine Schützlinge berichtet. Die Journalistin und Zeitzeugin wird zur Pressekonferenz anwesend sein.

Die Studentinnen und Studenten der FHTW, die mit dieser Ausstellung einen Ort der Erinnerung an Otto Weidt und die Menschen, denen er geholfen hat, schaffen wollten, freuen sich auf Ihr Kommen. Zur Projektgruppe gehören Martina Kratsch, Ariane Kwasigroch, Anja Lehmkühler, Anja Lüdemann, Ludwig Sichelstiel und Kai Gruzdz. Weitere Fragen beantwortet Ihnen die Projektbetreuerin, Frau Prof. Dr. Angelika Ruge, Tel. 47401-301,
e-mail: ruge@rzb.fhtw-berlin.de

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Franz
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