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Rektor erklärt Bereitschaft zu Reform und Profilierung trotz massiven Sparzwangs

12.05.1999 - (idw) Universität Dortmund

Die Universität Dortmund kann stolz und selbstbewußt in die Vergangenheit zurückblicken. Die Gegenwart und Zukunft betrachtet sie angesichts der bevorstehenden Stellenstreichungen mit großer Sorge. Sie versucht aber, auch unter den von der Landesregierung vorgegebenen Sparzwängen das Heft als Reformuniversität in der Hand zu behalten und sich für das nächste Jahrhundert neu zu profilieren. Das ist der Grundtenor des Jahresberichtes 1998, den Rektor Prof. Dr. Dr. h.c. Albert Klein heute (12. Mai 1999) dem Konvent vorlegte.

Der Rechenschaftsbericht des Rektorates für das Jahr 1998 setzt sich im Kapitel "Zur Lage der Universität Dortmund" insbesondere mit der Entwicklung des Profils und eines künftigen Leitbildes der Universität auseinander. Im zweiten Teil werden die konkreten Perspektiven von Forschung, Lehre und Weiterbildung in den Sonderforschungsbereichen, Graduiertenkollegs und Lehrbereichen der Hochschule aufgezeigt. Den Zusammenhang von Quantität und Qualität verdeutlicht der dritte Beitrag "Haushaltsentwicklung, Qualitätssicherung und der Ausbau des Campus". Die Verbindungen zwischen der Universität und ihren Partnern beschreibt schließlich das Kapitel "Öffentlichkeitsarbeit, Außenbeziehgungen und Internationalität".

Rektor Prof. Dr. Dr. h.c. Albert Klein hob in seiner Ansprache einige Rahmendaten des Berichtes hervor. Sie sind, so der Rektor, geeignet, auch in der kommenden Zeit harter Auseinandersetzungen um jede Stellenkürzung das Leistungs- und Reformpotential der Universität Dortmund zu dokumentieren.
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Forschung weitet sich aus
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Die Ausführungen des Rektors im Wortlaut:
· "Wieder hat ein neuer Sonderforschungsbereich an unserer Universität seine Arbeit aufgenommen. In der zweiten Hälfte des Jahres 1998 hatte die Universität Dortmund damit erstmals vier Sonderforschungsbereiche. Einer davon ist inzwischen ausgelaufen, die drei weiteren jedoch befinden sich alle in der ersten Phase der Förderung durch die DFG - die langen Laufzeiten dieser Projekte geben eine Ahnung vom Potential der Dortmunder Spitzenforschung in diesen Bereichen. Wir dürfen hoffen, dass uns diese drei Sonderforschungsbereiche über die erste Dekade des kommenden Jahrhunderts begleiten werden."
· "Die Zahl der Studierenden ist mit 24.576 nach wie vor auf hohem Niveau nahezu konstant. Die Entwicklung der Zahlen bewegt sich weitgehend im Schnitt des Landes. Mit Sorgen blicken wir nur weiterhin auf die stagnierende Inanspruchnahme der Studienangebote in den technikwissenschaftlichen Bereichen unserer Universität. Schon im vierten Jahr in Folge sinkt die Gesamtzahl der Studierenden in diesen Fächern."
· "Zum zweiten Mal in Folge haben die Dortmunder Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die Summe der Drittmittel für Forschungszwecke um rund 3 Millionen Mark im Vergleich zum Vorjahr steigern können. Die Gesamtsumme der verausgabten Mittel addierte sich 1998 auf 51,357 Millionen Mark; eine Steigerung gegenüber 1997 um fast 7 Prozent."
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Qualitätssicherung und Strukturplanung
sind für die Universität Dortmund nicht neu
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Der Rektor unterstrich weiter, daß die Universität Dortmund nicht erst zu zukunftsweisender Strukturplanung angehalten werden mußte. Die Strukturplanung der Universität Dortmund sei vielmehr in den zurückliegenden Jahren in sich ergänzenden Prozessen vorangetrieben worden: Etwa bei der Berufungspolitik in den Jahren von 1994 bis 1998, in denen die Universität Dortmund 81 Berufungsverfahren - rund ein Viertel aller Professuren, die die Universität Dortmund in ihrem Haushalt ausweist - mit Erfolg bewältigt hat.

Auf der nächsthöheren Ebene habe das Rektorat in den vergangenen Jahren Strukturpläne von den Fachbereichen und Fakultäten eingefordert, das Basismaterial für das zukünftige Profil der Disziplinen der Universität.

Daneben hat die Universität Dortmund, getragen von den zentralen Gremien dieser Universität, in den letzten vier Jahren Forschung, Lehre und Organisation in allen Fachbereichen selbstkritisch beleuchtet, bewertet und auch von außen begutachten lassen. Der Rektor: "So wissen wir heute, da weitreichende Entscheidungen anstehen, wo Stärken und Problemlagen dieser Universität zu finden sind."

Der Rektor berichtete dem Senat eingehend über den Beschluß des Rektorates, dem sogenannten "Qualitätspakt" von Wissenschaftsministerin Behler beizutreten: "Dies war, ich will es betonen, keine Frage intensiver Berechnungen, es war ohnedies klar, daß eine Wahl de facto nicht bestand. "

Er unterrichtete den Konvent über das Schreiben, in welchem die Universität Dortmund gegenüber der Ministerin am 29. April dargelegt hat, warum die Universität Dortmund mit der Orientierungsgröße von 166 abzusetzenden Stellen über das zu verkraftende Maß belastet wird.

(Das Schreiben ist - in leicht gekürzter Form - am 7. Mai im Informationsdienst Wissenschaft veröffentlicht. Sollte es Ihnen nicht vorliegen, senden wir Ihnen die Medieninformation gern kurzfristig per Fax, e-Mail oder Briefpost zu)

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