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Deutsche Gesellschaft für Geschichte und Theorie der Biologie (DGGTB)

20.05.1999 - (idw) Universität Rostock

Einladung zur 8. Jahrestagung in Rostock

Vom 24.-27. Juni 1999 veranstaltet die Deutsche Gesellschaft für Geschichte und Theorie der Biologie (DGGTB) auf Einladung des Instituts für Biodiversitätsforschung am Fachbereich Biowissenschaften der Universität Rostock für ihre derzeit 252 Mitglieder ihre achte Jahrestagung. Das vielseitige Programm mit über 40 Vorträgen umfaßt neben freien Themen zwei - in sich allerdings wieder reich gegliederte - Schwerpunkte.
· Der erste geht auf die Anfänge und frühe Theoreme der Biologie und ihrer Teilwissenschaften ein. Dabei gibt es auch direkte und indirekte Beziehungen zu Rostock, etwa über Joachim Jungius (1587-1657) oder über die Frühgeschichte des Begriffs Biologie: War doch z. B. der jüngere Bruder des Gottfried Reinhold Treviranus, der 1802 als erster den Begriff "Biologie" einführte, eine Zeit lang Professor für Zoologie in Rostock. Auch der hier kaum noch bekannte, viele Jahre lang in Rostock tätige Entomologe und Ökologe Karl Friederichs (1878-1969) erfährt eine Würdigung seines Einflusses auf Selbstverständnis und Theorie der Ökologie.

· Der zweite Schwerpunkt entspricht dem marinen genius loci der Hansestadt: Von verschiedenster Seite wird die Entwicklung der biologischen Meeresforschung im deutschsprachigen Raum erläutert, von der Ostsee über die Chunsche Tiefsee-Expedition bis zum Roten Meer; von der Entwicklung der Planktonforschung und der Algologie bis zur Rolle historischer Darstellungen von Meeresmonstern.

Ein öffentlicher Abendvortrag (25. Juni 1999 19.00 Uhr in der Aula der Universität) beschreibt die Entwicklung von 224 Jahren Zoologie an der Universität Rostock: Von der Wunderkammer, dem Kuriositätenkabinett, zu moderner Biotechnologie und Biodiversitätsforschung. Gezeigt werden Umfeld, Perioden, Diversifizierung und bedeutende Forscher.
Über die Vertiefung des Expertenwissens hinaus ist ein Anliegen der DGGTB, im gerade beginnenden "Zeitalter der Biologie", Entstehung, Ideengeschichte und gesellschaftliche Verflechtung der Biologie als moderner Wissenschaft zu verfolgen. Dies wirkt zurück auf das Selbstverständnis der Biowissenschaften, die einer großen, jedoch alle Aufmerksamkeit erfordernden Zukunft entgegengehen.
Gäste sind willkommen, auch in der Hoffnung, sie für dieses wichtige Feld zu interessieren und der DGGTB neue Mitglieder zu gewinnen. Für Nichtmitglieder wird eine Teilnahmegebühr von DM 40.- (Studierende DM 20.-) erhoben.

Ragnar Kinzelbach
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