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Neues Förderprogramm Interreg III: Mitwirkung der Euroregionen gefragt!

25.05.1999 - (idw) Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung e. V.

Durch die Gemeinschaftsinitiative INTERREG der Europäischen Union standen für den Förderzeitraum 1994 bis 1999 im Freistaat Sachsen rund 300 Mio. DM Fördermittel der EU zur Verfügung. Für die kommende Förderperiode 2000 bis 2006 ist mit einer Steigerung der Mittel für grenzübergreifende Kooperationsprojekte mit Partnern aus Tschechien und Polen zu rechnen.

"Es gilt nun, sich auf die neue Förderperiode vorzubereiten und die bereits vorliegenden oder neue Projektideen zu sammeln. Dabei ist die Mitwirkung von Kommunen, Vereinen, Verbänden, Firmen und weiteren Akteuren aus den Regionen heraus von eminenter Bedeutung. Gefragt ist ein Konzept von unten!" - so Prof. Bernhard Müller, der mit seinem Team im Institut für ökologische Raumentwicklung unter Beteiligung der TU Dresden ein "Gemeinsames Entwicklungs- und Handlungskonzept" für die vier sächsischen Euroregionen erarbeitet. Auftraggeber ist die sächsische Staatsregierung.
Bereits im Mai trafen sich in allen sächsischen Euroregionen Vertreter regionaler Institutionen und Initiativen, um über Probleme und Zielstellungen ihrer jeweiligen Euroregion für die kommenden Jahre zu diskutieren. Dabei wurde sowohl von führenden deutschen Repräsentanten der Euroregionen als auch von tschechischer bzw. polnischer Seite die Bedeutung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit für die zukünftige Entwicklung der Gebiete beiderseits der Grenzen unterstrichen. Eine Intensivierung des Austausches sei erforderlich, um die aus der Randlage der Regionen resultierenden Nachteile abzuschwächen. Die Fortführung der Gemeinschaftsinitiative Interreg der EU knüpft an dieser Problematik an.
Bei den Beratungen wurden u. a. die folgenden Handlungsfelder als bedeutsam für die grenzüberschreitende Kooperation in den Grenzräumen herausgestellt: Wirtschaft, Land- und Forstwirtschaft, technische Infrastruktur, öffentlicher Verkehr, Umwelt, Ausbildung und Qualifizierung, öffentliche Sicherheit, Kommunikation und Information, Kultur und Soziales.
Diese Maßnahmenbereiche sollen nun in den nächsten Wochen durch konkrete Projektvorschläge untersetzt werden. Hierzu können Interessenten Vorschläge für grenzüberschreitende Projekte in den sächsischen Euroregionen bis Anfang Juni einreichen. Durch Ausfüllen eines Fragebogens auf der Internet-Seite des Institutes (http://www.tu-dresden.de/ioer/ireg_III/) können potentielle Projektträger ihre Ideen direkt auf elektronischem Weg mitteilen. Hier erhalten sie auch weitere Informationen zu den Ergebnissen der Beratungen. Projektvorschläge nimmt das IÖR außerdem per Post (Weberplatz 1, 01217 Dresden) oder Fax (0351-4679-212) entgegen. Die Geschäftsstellen der Euroregionen erteilen ebenfalls weitere Auskünfte.

Ansprechpartner im IÖR: Dr. Thorsten Wiechmann 0351-4679-261
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