Ein zweites Leben26.05.1999 - (idw) Medizinische Hochschule Hannover
Forum "Thorakale Organtransplantation" am 4. und 5. Juni in der MHH
MEDIZINISCHE HOCHSCHULE HANNOVER Pressestelle Leitung: Christa Möller · Christian Jung · Karola Neubert Carl-Neuberg-Straße 1 30625 Hannover Telefon: (0511) 532 - 6771/6772 6773/6774 Telefax: (0511) 532 - 3852 E-mail: pressestelle@mh-hannover.de 26. Mai 1999 Pressemitteilung Ein zweites Leben Forum "Thorakale Organtransplantation" am 4. und 5. Juni in der MHH Pro Jahr werden heute weltweit rund 4000 Herzen verpflanzt, gut neunzig Prozent der Patienten überleben inzwischen das erste kritische Jahr nach der Operation. Fast alle Empfänger eines neuen Herzens haben ein ausgefülltes Dasein, viele arbeiten wieder - und betonen, jede Minute ihres "zweiten Lebens" doppelt zu schätzen. Ähnlich positiv sind die Ergebnisse bei anderen Transplantationen, etwa der Lunge. Allein an der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) werden derzeit jährlich etwa 35 Herzen und 45 Lungen transplantiert; insgesamt wurden hier in den zurückliegenden 16 Jahren über 900 solcher Eingriffe vorgenommen. Auch die Zweifach- oder Dreifach-Transplantation, unter anderem in der Kombination Herz, Lunge und Niere, gehört seit 1992 zum Repertoire der MHH-Operateure. Die Verpflanzung dieser Organe hat längst das Experimentalstadium verlassen und sich als routinemäßig angewandte Therapie etabliert. Zeit, einmal den Blick zurück, vor allem jedoch nach vorn zu werfen - insbesondere vor dem Hintergrund des geplanten Transplantationsforschungszentrums an der MHH. "Thorakale Organtransplantation: vom Experiment zur Routine" lautet der Titel einer Veranstaltung am 4. und 5. Juni 1999 in der MHH. Das Forum wird ausgerichtet von der Klinik für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie unter wissenschaftlicher Leitung von Professor Dr. Axel Haverich und Dr. Martin Strüber. Spezialisten aus der Chirurgie, der Inneren Medizin und der Kinderheilkunde werden unter anderem die Bedeutung der Herz- und Lungenverpflanzung als Therapiemöglichkeit erörtern, unterschiedliche operative Verfahren diskutieren und über die Betreuung der Patienten auf ihrem manchmal recht langen Weg zur Transplantation sprechen. Auch der Einsatz verschiedener Kunstherzsysteme und der Stand der Forschung auf dem Gebiet der Xenotransplantation kommen zur Sprache. Der Abschluß: ein Blick Professor Haverichs in die Zukunft der Transplantationsmedizin.Haben Sie weitere Fragen zur Veranstaltung? Dann steht Ihnen gern Dr. Martin Strüber von der MHH-Klinik für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie unter Telefon (0511) 5 32 - 65 88 zur Verfügung. Interessierte Journalisten können gern an den Vorträgen teilnehmen, um vorherige Anmeldung wird gebeten.
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