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Gaterslebener Begegnung VIII

27.05.1999 - (idw) Leibniz-Gemeinschaft

Veranstaltung bringt Natur- und Sozialwissenschaftler, Schriftsteller, Künstler und interessierte Laien ins Gespräch über Gentechnik und die Verfügbarkeit der Natur

Gatersleben/Bonn, 26.5.1999. Nicht erst seit "Dolly" und "Polly", den geklonten Schafen aus Edinburgh, ist die Diskussion um die Manipulierbarkeit der Natur, einschließlich des Menschen, in unser Bewußtsein getreten. Durch eine Vielzahl wissenschaftlich-technischer Entwicklungen wird das Lebendige immer stärker verfügbar.
Während der Gaterslebener Begegnung VIII, die vom 28. bis 29. Mai 1999 im Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung Gatersleben veranstaltet wird, werden Naturwissenschaftler, Sozialwissenschaftler, Schriftsteller, Künstler, Publizisten und interessierte Laien sich diesen Fragen stellen. Sie werden diskutieren, was machbar ist und was wünschenswert wäre, und dabei Fragen nach den Grenzen von Forschung und ihren Anwendungen stellen sowie Werte und Ziele wissenschaftlicher Bemühungen hinterfragen.

Am Beginn der Begegnung stehen traditionsgemäß Anfragen an Wissenschaftler, in diesem Jahr vorgetragen von dem Leipziger Autor Manfred Jendryschek. Jens Reich, Berlin, wird sich in dem Eröffnungsvortrag dem Thema des Zugriffs naturwissenschaftlicher Forschungen auf das Genom widmen. Der thematische Bogen der sich anschließenden Vorträge ist weit gespannt und reicht von der Nutzung von Pflanzen und Tieren bis zu den verschiedenen Formen der Beeinflussung und Manipulation des Menschen, zum Beispiel durch Medikamente, Erziehung und Medien. Wichtiger Teil der Begegnung sind eine Kunstausstellung mit Werken der Leipziger Gruppe "Mogollon" und Schriftstellerlesungen. Am Freitag um 20.00 Uhr werden Werner Heiduczek und Konrad Weiß aus ihren Werken lesen. In einem Rundtischgespräch am Samstag widmen sich Genetiker, Mediziner, Publizisten und Ethiker dem Thema "Die Manipulierbarkeit des Menschen". In der Schriftstellerlesung am Samstag, 20.00 Uhr, tragen Thomas Rosenlöcher, Peter Gosse und Richard Pietrass aus ihrem Schaffen vor.

Die Tagung wird gemeinsam vom Gaterslebener Institut und von der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina durchgeführt.

Die Gaterslebener Begegnungen finden seit 1986 in der Regel im Abstand von zwei Jahren statt.
Neben Mitarbeitern des Instituts werden in diesem Jahr über 100 auswärtige Gäste erwartet.

Kontakt:
Institut für Pflanzengenetik
und Kulturpflanzenforschung
Waltraud Mühlenberg
Öffentlichkeitsarbeit
Corrensstraße 3
06466 Gatersleben
Telefon: 039482-5427
Telefax: 039482-5500
E-mail: muehlen@IPK-Gatersleben.de
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