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Riffe aus Bakterien entdeckt

09.08.2002 - (idw) Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V.

Meereswissenschaftler finden riesige Riffe aus Methan-fressenden Mikroorganismen, die von großer Bedeutung für den globalen Kohlenstoffkreislauf sind


Riffe aus Mikroorganismen im Schwarzen Meer. Linkes Bild: Ein Dünnschnitt des Riffs wurde für die Epifluoreszenz-Mikroskopie doppelt eingefärbt. Rechtes Bild: Ein Blick aus dem Tauchboot JAGO auf das von Gasblasen umströmte Bakterienriff. Foto: GHOST
Eine verwandte Symbiose aus Methan-fressenden Mikroorganismen. In gashydrathaltigen Sedimenten vom Kontinentalhang vor Oregon, USA wurden die kleinen Aggregate aus Archaebakterien (rot) und Sulfat-reduzierenden Bakterien (grün) zuerst entdeckt. Riesige, bis zu vier Meter hohe Riffe aus Mikroorganismen, die sich von Methan ernähren, haben Wissenschaftler vom Bremer Max-Planck-Institut für marine Mikrobiologie sowie von der Universität Hamburg in Küstengewässern des Schwarzen Meers entdeckt (Science, 9. August 2002). Die Matten bestehen hauptsächlich aus extrem dichtgepackt lebenden Archaea und Sulfat-reduzierenden Bakterien, die in Symbiose poröse Stütz-Strukturen aus Kalziumkarbonat sowie beträchtliche Mengen an Biomasse produzieren. Diese Entdeckung ist von grundsätzlicher Bedeutung für unser Verständnis der frühen Perioden der Erdgeschichte und die Entstehung der Biosphäre.
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