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Podiumsdiskussion: CHINA - (K)ein Platz des Himmlischen Friedens ?!

02.06.1999 - (idw) Ruhr-Universität Bochum

Die Hochschulgruppe der Stipendiaten der Friedrich-Ebert-Stiftung Bochum und die Fachschaft der Fakultät für Ostasienwissenschaften laden ein zu einer Podiumsdiskussion CHINA - (K)ein Platz des Himmlischen Friedens ?! Entwicklungen, Tendenzen & Perspektiven in der Volksrepublik China 10 Jahre nach der blutigen Niederschlagung der Protestbewegung am 3./4. Juni 1989 (Montag, den 7. Juni 1999, 14.00 Uhr Universitätsbibliothek 5/Großraum)

Bochum, 02.06.1999
Nr. 119

CHINA - (K)ein Platz des Himmlischen Friedens ?!
10 Jahre nach den studentischen Unruhen in Peking
Podiumsdiskussion mit Experten in der Ruhr-Universität


Die Hochschulgruppe der Stipendiaten der Friedrich-Ebert-Stiftung Bochum und die Fachschaft der Fakultät für Ostasienwissenschaften laden ein zu einer Podiumsdiskussion CHINA - (K)ein Platz des Himmlischen Friedens ?! Entwicklungen, Tendenzen & Perspektiven in der Volksrepublik China 10 Jahre nach der blutigen Niederschlagung der Protestbewegung am 3./4. Juni 1989 (Montag, den 7. Juni 1999, 14.00 Uhr Universitätsbibliothek 5/Großraum). Diese Veranstaltung ist Teil des Mittagsforums der Fakultät für Ostasienwissenschaften. Die Öffentlichkeit ist herzlich willkommen.

Auf dem Podium

Auf dem Podium diskutieren: Jürgen Kahl (ehemaliger Korrespondent der Süddeutschen Zeitung in Beijing), Priv.-Doz. Dr. Bettina Gransow (Fakultät für Ostasienwissenschaften, Ruhr-Universität Bochum), Doris Fischer (Wiss. Mitarbeiterin im Fachbereich Wirtschaftswissenschaften - Ostasienwirtschaft/China, Gerhard-Mercator-Universität GH Duisburg), Prof. Dr. Heiner Roetz (Lehrstuhl für Geschichte Chinas, Fak. für Ostasienwissenschaften, Ruhr-Universität Bochum)

Zäsur vor 10 Jahren

Am 4. Juni 1999 jährt sich zum zehnten Mal der Tag der gewaltsamen Niederschlagung der Protestbewegung chinesischer Studenten und breiter Kreise der städtischen Bevölkerung Chinas, die sich im Frühjahr 1989 in Beijing und anderen großen chinesischen Städten für mehr Demokratie einsetzten. Westliche Beobachter werteten diese Vorkommnisse zunächst als eine klare Zäsur in der politischen sowie ökonomischen Entwicklung der Volksrepublik China und als eine deutliche Abkehr von der zehn Jahre zuvor durch Deng Xiaoping eingeleiteten Reform- und Öffnungspolitik des Landes.

Schnelle Erholung

Wider aller Erwartungen erholte sich die Volksrepublik China jedoch recht schnell von den, nicht zuletzt durch die Reaktionen der westlichen Industrienationen und Japan hervorgerufenen, wirtschaftlichen Einbrüchen und verzeichnete seit 1992/93 wieder hohe ökonomische Wachstumsraten. Sowohl zum Erstaunen westlicher Politiker und Wissenschaftler als auch diverser Industriekreise entwickelte das Land in den Folgejahren eine beachtliche Wirtschaftsdynamik. Tiefgreifende politische Reformen blieben jedoch weiterhin aus.

Zwischen öffentlicher Kritik und wirtschaftlicher Zusammenarbeit

Die Frage der Verletzung der Menschenrechte durch die chinesische Regierung bot auch künftig genügend Anlaß zur Kritik durch verschiedene Menschenrechtsorganisationen. Auf außenpolitischem Parkett versuchte die Volksrepublik China zunehmend ihrer Rolle als Regionalmacht gerecht zu werden, sei es durch Rake-tentests in der Straße von Taiwan oder durch neu definierte Kooperationsanstren-gungen mit den USA, Rußland oder den Staaten der Europäischen Union. Mit dem anhaltenden Wirtschaftswachstum der 1990er Jahre und einschneidenden Reformen im ökonomischen Bereich sah sich die politische Führung in Beijing zudem verstärkt mit sozialen Konflikten innerhalb des Landes konfrontiert, wie dem Problem der stetig steigenden Arbeitslosigkeit oder der wachsenden Binnenmigration. Verteilungsungerechtigkeiten diversester Art und die mangelnde soziale Sicherheit großer Teile der chinesischen Bevölkerung stellen die chinesische Regierung vor immer neue Herausforderungen.

Weitere Informationen

Dietmar Ebert , An den Lothen 38, 44892 Bochum, Tel. 0234/296603, dietmar.n.ebert@ruhr-uni-bochum.de

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