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Mechanismen der Entzündung

10.06.1999 - (idw) Westfaelische Wilhelms-Universität Münster

Die Entzündungsforschung an der Universität Münster ist weiter im Aufwind. Hohes Lob zollten die Gutachter der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) der bisherigen Arbeit des vor drei Jahren an der Universität Münster eingerichteten Sonderforschungsbereichs "Mechanismen der Entzündung: Interaktionen zwischen Endothel, Epithel und Leukozyten". Aufgrund der hohen Qualität der Forschungsleistungen bewilligten sie soeben eine Verlängerung der Förderung um weitere dreieinhalb Jahre. Der Sonderforschungsbereich, dessen Sprecher Prof. Dr. Clemens Sorg vom Institut für Experimentelle Dermatologie der Universität Münster ist, erhält in dieser Zeit insgesamt über acht Millionen Mark von der DFG.
Die wissenschaftliche Arbeit des Sonderforschungsbereichs konzentriert sich auf das Zusammenspiel verschiedener Zellsysteme des Organismus bei der Entstehung und Chronifizierung von Entzündungsreaktionen. Noch vor wenigen Jahren hat die Vorstellung bestanden, daß entzündliche Prozesse allein von Zellen des Immunsystems ausgehen und gesteuert werden. Erst allmählich hat sich die Erkenntnis durchgesetzt, daß auch die Zellen der Oberhaut (Epithel) und die zellige Auskleidung des Gefäßsystems der Haut (Endothel) keinesfalls nur eine mechanische Barriere darstellen, sondern ihrerseits Entzündungsfaktoren produzieren. Erst wenn mehr darüber bekannt ist, auf welche Weise aufgrund eines äußeren Reizes eine Entzündungskaskade ausgelöst und in Gang gehalten wird, lassen sich auch neue, erstmals auf Heilung ausgerichtete Strategien zur Behandlung chronischer Entzündungserkrankungen - von Rheuma bis zu chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen - entwickeln.

Die jetzt bewilligte erneute Förderung durch die DFG ist für die beteiligten Wissenschaftler nicht nur eine Bestätigung für ihre bislang schon sehr erfolgreichen Arbeiten und Ansporn für weitere Aktivitäten, sondern unterstreicht wieder einmal den hohen Standard, den die Entzündungsforschung an der Universität Münster insgesamt bis heute schon erreicht hat. Aufgrund der großen Forschungsleistungen auf diesem Gebiet haben sich in den vergangenen Jahren an dieser Universität mit dem Zentrum für Molekularbiologie der Entzündung (ZMBE), dem Interdisziplinären Zentrum für Klinische Forschung (IZKF) und dem Sonderforschungsbereich bundesweit einzigartige strukturelle Voraussetzungen für eine breitangelegte wissenschaftliche Bearbeitung grundlegender Fragestellungen auf dem Gebiet chronisch-entzündlicher Erkrankungen ergeben. Dies hat zur Profilbildung und zum an zahlreichen Bewerbungen von Wissenschaftlern aus dem Ausland deutlich werdenden internationalen Renommé der Medizinischen Fakultät der Westfälischen Wilhelms-Universität entscheidend beigetragen.
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