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Tag der offenen Tür an der Uni Bayreuth

11.06.1999 - (idw) Universität Bayreuth

Am 12. Juni ab 10.00 Uhr
HEREINSPAZIERT! DIE UNI WENDET SICH MIT
TAG DER FORSCHUNG UND DER OFFENEN TÜR
AN DAS INTERESSIERTE PUBLIKUM
Vielfältige Angebote aus Natur- und Geisteswissenschaften

Bayreuth (UBT). Lockstoffe gefällig? Wie wäre es etwa mit der Frage, ob die Esoterik die ökologischere Religion ist? Oder wollte nicht das verehrte Publikum schon immer einmal wissen, was es damit auf sich hat, wenn komplizierteste Konstruktionen vom Computer errechnet und in Zehntelsekundenschnelle auf dem Bildschirm dargestellt werden? Oder interessiert vielleicht mehr "Die Folterkammern des Sports", die natürlich keine mittelalterlichen Drangsalierwerkzeuge sind, sondern hochmoderne und sehr komplizierte Fitnessgeräte, die für die moderne Sportmedizin unumgänglich sind.

Das alles und noch viel mehr kann das Publikum von nah und fern morgen (12. Juni 1999, ab 10.00 Uhr) auf dem Campus der Bayreuther Universität erleben, wenn sich die Universität beim Tag der Forschung und einem umrahmenden Tag der offenen Tür dem interessierten Publikum öffnet.

Den Auftakt bestimmt der Bayreuther Universitätspräsident Professor Dr. Dr. h. c. Helmut Ruppert höchstpersönlich, wenn er um 10.00 Uhr (Hörsaal H 15, Gebäude Naturwissenschaften I) die neueren Entwicklungen in Forschung und Lehre darlegt. Da darf das Publikum gespannt sein, denn man kann einen lebendigen Abriß der immer noch dynamischen Weiterentwicklung der Universität Bayreuth erwarten.

Der daran anschließende Tag der Forschung ist thematisch gegliedert. Die Naturwissenschaften beschäftigen sich mit Informationstechnologien und neuen Medien, die Geisteswissenschaften mit neuen Wegen in Forschung und Lehre. Einen spannenden Beitrag kann man sicherlich von dem neuen Lehrstuhlinhaber für Ingenieurmathematik, Professor Dr. Hans Josef Pesch erwarten, der ab 11.00 Uhr (H 19, Gebäude Naturwissenschaften II) einen historischen Streifzug durch die Mathematik plant: Mathematik in der Hochtechnologie - von der Antike über die Renaissance zur Neuzeit.

Wer mehr an Physik interessiert ist, der kann sich zur gleichen Zeit im Hörsaal H 15 (Gebäude Naturwissenschaften I) davon überzeugen, daß Physik offensichtlich die Kunst ist, Paradoxes einfach zu erklären. Und einer, der das gut erklären kann, ist der Bayreuther Experimentalphysiker Professor Dr. Dietrich Haarer, jetzt Chef der Physikforschung bei der Bayer AG in Leverkusen, der seinen Vortrag mit experimenteller Würze versetzen wird.

Ein starker Andrang kann erwartet werden, wenn um 11.45 Uhr (H 19) der Mathematikdidaktiker Professor Dr. Peter Baptist mit seinem Mitarbeiter Dr. Alfred Wassermann auf das eingeht, über das viele reden, aber vielen noch fehlt, nämlich Multimediakompetenz, die in Bayreuth in einer Zusatzqualifikation angeboten wird.

Und anschließend (ab 12.30 Uhr, Seminarraum 81, Gebäude Naturwissenschaften II) lebt die Geometrie! Wer es nicht glaubt, der muß sich zu zwei weiteren Mitarbeitern Professor Baptists begeben, Dr. Wolfgang Neidhart und Thomas Oetterer, die das Programm "Geonet" vorstellen werden und danach dem Publikum Gelegenheit zu praktischen Demonstrationen verschaffen wollen.

Daß Mathematik sehr anschaulich sein kann und sich zudem noch in anderen Disziplinen "einmischt", belegt Professor Dr. Adalbert Kerber um 14.00 Uhr (H 19, NW II) mit einem Beitrag, der mit Alexander-von-Humboldt handelt, der chemischen Isomerie und dem graphischen Molekülmodell. Auch danach gibt es in den Naturwissenschaften wieder einiges zu sehen, nämlich das Computer Aided Design (CAD) von Professor Dr. Frank Rieg und seinen Mitarbeitern in CAD-Labors der Fakultät für Angewandte Naturwissenschaften.

Dazu gibt es noch in den Naturwissenschaften um 13.00 und um 15.00 Uhr Führungen und Vorstellungen von elektronischen Fachinformationen in der Teilbibliothek der FAN, der Mathematik und der Physik im Gebäude Naturwissenschaften II, zudem im Foyer vor dem H 15 (NW I) "nichtlineare Physik zum Anfassen", was bedeutet, daß die Interessenten selber Hand anlegen können bei kleinen Experimenten und es gibt eine Vielzahl von Führungen durch die Laboratorien und Vorführungen der Bayreuther Physiker, alle ab 14.00 Uhr etwa zu Themen wie Photolumineszenz an Halbleitern, nichtlineare Optik an Polymeren, über Hochtemperatursupraleiter und Laser im Haushalt und einiges mehr.

Die Geisteswissenschaftler haben sich im Bereich der Kulturwissenschaften dem Thema "Religion und Natur" verschrieben. Die Einführung hält Professor Dr. Christoph Bochinger, in Bayreuth Professor für Religiöse Sozialisation und Erwachsenenbildung (11.00 Uhr, H 16, Gebäude NW II). Um 11.15 Uhr übernimmt der Religionswissenschaftler Professor Dr. Ulrich Berner am gleichen Ort die Regie und spricht über Einstein und die Religion und das gegenseitige Verhältnis von Naturwissenschaft und Religion bzw. die Religion der Naturwissenschaftler. Umrisse christlichen Schöpfungsglaubens skizziert danach (11.45 Uhr) der Professor für evangelische und dort für systematische Theologie, Professor Dr. Wolfgang Schoberth. Professor Bochinger ist es wiederum, der den Zyklus dieser drei Beiträge ab 12.15 Uhr abschließt und dabei fragt, ob die Esoterik die ökologischere Religion ist. Vertieft wird dieser Themenkomplex bei einer Podiumsdiskussion, die am gleichen Ort um 14.00 Uhr beginnt und bei der sich - moderiert von den Professoren Berner und Bochinger - die Podiumsteilnehmer mit "Religion und Umweltschutz" auseinandersetzen werden. Auf dem Podium werden dabei Professor Schoberth, Dr. Georg Müller-Christ von der Interdisziplinären Forschungsstelle Umweltmanagement und der Pfarrer und Umweltbeauftragte der Evangelischen-lutherischen Landeskirche Bayreuth, Helmut Bullemer, Muhammad Khalifa vom Deutsch-Orientalischen Arbeitskreis, Dr. Thomas Lautwein, Buddhistisches Zentrum Fürth sowie der Diplom-Geoökologe Sven Schade sitzen.

Und was haben die Literaturwissenschaften zu bieten? Der Anglist Professor Dr. Michael Steppat wird um 15.00 Uhr im Seminarraum S 71 (Gebäude NW II) Textbeispiele aus der englischen Dichtung präsentieren und dies mit der Überschrift "Literatur und Naturwissenschaft" versehen.
Die Sportwissenschaftler dagegen präsentieren eine Neuheit, nämlich die neuen Räume in Sportmedizin. Dort, im Sportwissenschaftlichen Institut, können die Besucher ihre körperliche Leistungsfähigkeit messen lassen und sich im Kraftraum und an den Fitnessgeräten davon überzeugen, daß immer vor dem sportlichen Preis der schweißtreibende Fleiß steht.

Garniert wird das Ganze mit Einzelveranstaltungen sowie Informationsständen u. a. der Studienberatung mit verschiedenen Bewirtungsangeboten und ähnlichem mehr, alles von studentischen Organisationen, dem Internationalen Club und dem Universitätsverein im Gebäude Naturwissenschaften II organisiert und präsentiert.

Für das leibliche Wohl ist zwischen 12.00 und 14.00 Uhr auch in der Cafeteria der Bayreuther Mensa gesorgt und wen es ins Freie zieht, dem sei der Ökologisch-Botanische Garten angeraten, wo das Freigelände und eine sehr interessante Kaffeeausstellung locken.

Aus studentischer Sicht beginnt der Höhepunkt dieses Tages allerdings um 14.30 Uhr im Innenhof des Gebäudes Naturwissenschaften II. Dann geht es richtig musikalisch los mit fünf Band unterschiedlicher Stilrichtungen, organisiert von den Studentenvertretung und dem Arbeitskreis Kunst und Kultur und in diesem Fall kostenpflichtig. Die Bands ("Schnitte am Hals", "Die Happy", "Keimzeit", "Lecker Sachen" und schließlich "GrafZahl & Jay Motorhorst" werden dafür sorgen, daß kein Trommelfell unstrapaziert oder ein Tanzbein inaktiv wird.

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