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Multimediaforschung am Multimediastandort Hamburg

09.06.1999 - (idw) Hans-Bredow-Institut für Medienforschung an der Universität Hamburg

Die Arbeit des Hans-Bredow-Instituts zeichnet sich laut Aussage des Wissenschaftsrates auch im neuen Schwerpunkt Multimedia durch hohe wissenschaftliche Qualität und gleichzeitig einen engen Bezug zu den Anforderungen der Medienpraxis aus

Die Arbeit des Hans-Bredow-Instituts zeichnet sich auch im neuen Schwerpunkt Multimedia durch hohe wissenschaftliche Qualität und gleichzeitig einen engen Bezug zu den Anforderungen der Medienpraxis aus. Zu diesem Ergebnis kommt der Wissenschaftsrat in seiner Stellungnahme zur Arbeit des Instituts, die jetzt auf dem Jahresempfang des Hans-Bredow-Instituts vorgestellt wurde. Mit seinem jüngsten Forschungsschwerpunkt, der sich mit den rechtlichen, ökonomischen und sozialen Folgen der Digitalisierung von Kommunikation und Medien beschäftigt, treffe es den Kern der in diesem Bereich relevanten Fragestellungen. Multimedia stand daher auch im Mittelpunkt des Jahresempfangs des Instituts.

Eröffnungsvortrag von Bernd Schiphorst

"Online - das neue Bildschirmerlebnis" war auch Thema des Vortrags von Bernd Schiphorst, Mitglied im Vorstand von Bertelsmann Multimedia. "Wir müssen in den nächsten Jahren zu einem neuen Fernsehbildschirmerlebnis kommen", so Schiphorst. Dazu gehörten neue Funktionen, wie die Möglichkeit, mit seinem Elektronischen Programmführer Kanäle thematisch in eine persönliche Prioritätenskala zu bringen, sich an Sendungen erinnern zu lassen und Hintergrundinformationen abzurufen. Das Internet habe eine Epoche eingeleitet, in der die Vision von zahlreichen Special-Interest-Kanälen für sehr kleine Zielgruppen endlich wirtschaftlich umsetzbar sei.

Vorstellung des Forschungsberichts

Der Forschungsschwerpunkt "Multimedia", der im Sommer 1998 eingerichtet wurde, findet sich mittlerweile in allen Forschungsbereichen des Instituts, sei es im Bereich Medien-/Telekommunikationsrecht, Medienpolitik, Mediennutzung oder Medienwirtschaft. Der auf dem Jahresempfang vorgelegte Forschungsbericht 1998/99 des Hans-Bredow-Instituts dokumentiert die Breite und den Umfang der Institutstätigkeiten. Die Direktoren des Instituts (Prof. Dr. Wolfgang Hoffmann-Riem, Prof. Dr. Otfried Jarren, Dr. Uwe Hasebrink) stellten exemplarisch einzelne Projekte vor, z.B. zu den "Folgen von Digitalisierung und Konvergenz für die rechtliche Steuerung" und zum "Umgang von Kindern und Jugendlichen in Europa mit den neuen Bildschirmmedien". Sie wiesen jedoch auch darauf hin, daß die Orientierung auf Digitalisierung und ihre Folgen keineswegs eine Abwendung von traditionell durch das Institut bearbeiteten Fragestellungen bedeute. Es gehöre im Gegenteil zur Konzeption des Schwerpunkts, daß die Untersuchung der sogennanten "neuen" Medien gerade mit Blick auf die "alten" Medien erfolge und auch "klassische" Fragestellungen ihre Bedeutung behalten. So hat das Institut kürzlich etwa mit einer Studie zur Darstellung von Ostdeutschland im deutschen Fernsehen von sich reden gemacht.

Ergebnisse der Evaluation durch den Wissenschaftsrat

Die Direktoren konnten auf dem Jahresempfang auch von einer für das Hans-Bredow-Institut sehr positiven Evaluation durch den Wissenschaftsrat berichten. Das Hans-Bredow-Institut zähle zu den ältesten und renommiertesten Fachinstituten in Deutschland, so der Wissenschaftsrat. Die Multidisziplinarität ermögliche die Erarbeitung eines breiten und facettenreichen Überblicks über die Medienentwicklung. Von besonderer Bedeutung sei die ansonsten seltene interdisziplinäre Verknüpfung juristischer mit kommunikationswissenschaftlicher Kompetenz, die wesentlich zur überregionalen Reputation des Instituts beigetragen habe. Der Wissenschaftsrat hat jedoch auch darauf aufmerksam gemacht, daß eine Verbesserung der finanziellen Grundlage Voraussetzung dafür ist, daß das Potential des Instituts weiter ausgeschöpft werden kann.

Den Forschungsbericht und Informationen zu den Ergebnissen der Evaluation schicken wir Ihnen auf Wunsch gerne zu.

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