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Symposium befaßt sich mit der Vieldeutigkeit des Dichters

14.06.1999 - (idw) Universität Fridericiana Karlsruhe (T.H.)

Presseinformation vom 11. Mai 1999


Symposium befaßt sich mit der Vieldeutigkeit des Dichters

Zehn Jahre Arbeitsstelle Bertolt Brecht
Neues Projekt wird bei Pressekonferenz vorgestellt

Die Arbeitsstelle Bertolt Brecht an der Universität Karlsruhe ist ein Zentrum der internatio-nalen Brecht-Forschung. Zum zehnjährigen Bestehen der "ABB" findet am 24. Juni 1999 im Karlsruher Ständehaus ein Symposium über "Die Vieldeutigkeit des Bertolt Brecht" statt. Germanisten aus Berlin, Frankfurt und Tübingen setzen sich dort mit verschiedenen Aspekten in Lyrik, Drama und Prosa des Dichters auseinander. Das Symposium wird ergänzt durch eine Filmvorführung in der Karlsruher Schauburg am 23. Juni sowie durch einen "Brecht-Nachmittag" im Badischen Staatstheater am 27. Juni.

Bei einer Pressekonferenz am 24. Juni um 14.00 Uhr wird gleichzeitig das neue Projekt der ABB vorgestellt: Das Brecht-Handbuch in vier Bänden. Fragen beantworten der Leiter der Arbeitsstelle Bertolt Brecht, Professor Dr. Jan Knopf, die wissenschaftli-che Mitarbei-terin Brigitte Bergheim sowie der Leiter des Verlags J. B. Metzler (Stuttgart), Dr. Bernd Lutz. Das Handbuch, das bei Metzler erscheinen soll, orien-tiert sich an dem im selben Verlag erschienenen Goethe-Handbuch. Jeder Band wird 600 Seiten umfassen. Heraus-geber ist Jan Knopf, die Redaktion übernimmt Brigitte Bergheim. Als wissenschaftlicher Beirat wirken 16 Wissenschaftler aus den USA, aus Irland und aus Deutschland mit. Fi-nanziell unterstützt wird das Projekt durch die Fritz Thyssen-Stiftung in Köln.

An der im Februar 1989 gegründeten und am 19. Juni 1989 eröffneten Arbeits-stelle Bertolt Brecht entstanden acht Bände der insgesamt über 30 Bände umfas-senden "Gro-ßen kommentierten Berliner und Frankfurter Ausgabe". Die 1985 als erstes deutsch-deut-sches Projekt gemeinsam von Verlagen in West- und Ost-deutschland initiierte Ausgabe, an der der Karlsruher Brecht-Forscher Jan Knopf von Anfang an beteiligt war, fand inter-national große Beachtung. Wissenschaftler und Feuilletonisten bezeichneten das Projekt als "kulturpolitische Sensation" und als "Jahrhundertunternehmen". Die letzten Bände wurden 1998 fertiggestellt. In Karlsruhe entstanden fünf Lyrik- und die drei Prosabände.

Die ABB verfügt heute über die umfangreichste Dokumentation zur Lyrik und zur Prosa Brechts. Alle acht in Karlsruhe erarbeiteten Bände liegen elektronisch ge-speichert vor. Die ABB pflegt wissenschaftliche Kontakte mit Universitäten in Chile, China, Dänemark, Frankreich, Indien, Japan, Korea, Schweden und den USA, zu den Goethe-Instituten in Athen, Kopenhagen, Kwangju, Nancy, Peking und Seoul. An ihr arbeiteten bisher Wis-senschaftlerinnen und Wissenschaftler aus fünf Nationen.

Nähere Informationen: Prof. Dr. Jan Knopf
Arbeitsstelle Bertolt Brecht, Universität Karlsruhe
Tel./Fax: (07 21) 38 74 49

Claudia Keller
J. B. Metzler, Stuttgart
Tel.: (07 11) 2194 224, Fax: (07 11) 2194-249


- Andrea Melcher -
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Zehn Jahre Arbeitsstelle Bertolt Brecht
(1989 - 1999)

Veranstaltungen zum Jubiläum in Karlsruhe


Mittwoch, 23. Juni 1999, 20.00 Uhr
Schauburg
Feigenblatt für Kuhle Wampe
Ein Film von Christa Mühl und Werner Hecht. Anschließend Diskussion mit Christa Mühl, Werner Hecht und Jan Knopf.


Donnerstag, 24. Juni 1999, 10.00 bis 17.00 Uhr
Ständehaus
Die Vieldeutigkeit des Bertolt Brecht
Symposium zum Werk Brechts.

10.00-11.00 Uhr:
Werner Hecht (Berlin): Aufstieg und Fall des Berliner Ensembles

11.00-12.00 Uhr:
Wolfgang Jeske (Frankfurt/M.): Von der "Skizze eines Romans" zum "Meisterwerk
moderner Prosa". Zum Erzähler Brecht.

14.00-15.00 Uhr:
Brecht-Handbuch in vier Bänden: Das neue Projekt der Arbeitsstelle
Bertolt Brecht. Pressekonferenz mit Bernd Lutz, Jan Knopf und Brigitte Bergheim.

15.00-16.00 Uhr:
Klaus-Detlef Müller (Tübingen):
Überlebensklein - Thiers und Bismarck in Brechts "Tage der Kommune"

16.00-17.00 Uhr:

Günter Berg (Frankfurt/M.):
Brechts erotische Gedichte.
(Die Gedichte liest Muriel Wenger, Badisches Staatstheater)

Moderation: Brigitte Bergheim, Jan Knopf.


Sonntag, 27. Juni 1999, 15.00 Uhr
Badisches Staatstheater, Mittleres Foyer
"Ich bin es nicht!"
Ein Brecht-Nachmittag mit Gunzi Heil, Jan Knopf, Peter Schroth und
Mitgliedern des Badischen Staatstheaters.


Diese Presseinformation ist auch im Internet unter folgender Adresse abrufbar:
http://www.uni-karlsruhe.de/~presse/Pressestelle/pi042.html
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