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Chemietechnik: Stefan Kowalewski ist ein gefragter Mann

14.06.1999 - (idw) Universität Dortmund

Der im Fachbereich Chemietechnik angesiedelte Lehrstuhl Anlagensteuerungstechnik unter Leitung von Prof. Sebastian Engell hat in den letzten Jahren in einem seiner Betätigungsfelder, der Modellierung und Verifikation von Steuerungssystemen, eine Vorreiterrolle übernommen. Dr. Stefan Kowalewski, der diesen Bereich als Oberingenieur koordiniert, ist daher zur Zeit ein national und international gefragter Mann.

Von April bis Juni ist er zeitweise Gast am Computing Science Institute der Katholischen Universität Nijmegen in den Niederlanden. Dort erläutern Wissenschaftler in mehreren Referaten Fachleuten aus der Theoretischen Informatik praktische Problemstellungen und ingenieurtechnischen Lösungen beim Entwurf von Steuerungen. In Nijmegen erreichten Dr. Kowalewski dann die nächsten zwei Einladungen, die nicht nur Interesse an seinen Forschungsergebnissen, sondern auch an seiner Lehrtätigkeit ausdrücken: Von der TU Hamburg-Harburg erhielt er einen Lehrauftrag und wird daher Ende Juni im von Prof. Dr. Jan Lunze geleiteten Arbeitsgebiet Regelungstechnik eine Blockvorlesung zum Thema "Systematischer Entwurf von diskreten Steuerungen" halten.

Die Vorlesung richtet sich dort an Elektrotechnik-Studierende in höheren Semestern und basiert auf einer Vertiefungsveranstaltung, die in Dortmund seit vier Jahren im Hauptstudium Chemietechnik angeboten wird. Über das gleiche Thema wird Dr. Kowalewski zusammen mit zwei Mitarbeitern einen englischsprachigen Kurs zur diesjährigen Summerschool "Chemical Engineering" des Fachbereichs Chemietechnik beitragen, zu der Studentinnen und Studenten von den Partner-universitäten aus Japan, Korea und den USA erwartet werden.

Im August wird der Wissenschaftler dann einer Einladung des Department of Electrical Engineering der Linköping University in Schweden folgen und dort am renommierten Institut von Prof. Dr. Lennart Ljung über seine Forschungsarbeiten auf dem Gebiet der Modellierung und Analyse hybrider Systeme vortragen. Unter diesem Fachbegriff werden Systeme verstanden, in denen Komponenten mit diskreter Dynamik (z.B. Computer) mit kontinuierlichen Prozessen zusammenwirken.

Auf Grund der ständig zunehmenden Verwendung von Computern zur Automatisierung technischer Prozesse ist das Thema besonders aktuell. Dies findet seinen Ausdruck auch in der Tatsache, dass im September dieses Jahres auf der erstmals in Deutschland stattfindenden "European Control Conference" in Karlsruhe ein sogenannter Mini-Course zur Verifikation von hybriden Steuerungssystemen angeboten wird. In diesem Kurs, der gemeinsam von Dr. Kowalewski und Prof. Engell gestaltet wird, werden die in Dortmund entwickelten Entwurfsmethoden Fachleuten aus der Industrie und anderer Hochschulen vermittelt.

Als weitere Aktivität auf diesem Gebiet wird der Lehrstuhl für Anlagensteuerungstechnik im nächsten Jahr in Dortmund eine internationale Tagung über hybride Systeme veranstalten. Die mit ADPM '2000 betitelte Konferenz (Automation Des Procèssus Mixtes - Automatisierung Hybrider Systeme) soll Fachleute aus den Ingenieurwissenschaften und der Informatik zusammenbringen und interdisziplinäre Ansätze zur Behandlung hybrider Systeme zur Diskussion stellen.
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