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Warum der Storch die Babys bringt und Schwalben in Sümpfen versinken

18.06.1999 - (idw) Zoologisches Forschungsinstitut und Museum Alexander Koenig

Die Sonderausstellung "Wandernde Tierarten - Mittler zwischen den Kontinenten" präsentiert zum 20jährigen Bestehen der Bonner Konvention neueste Erkenntnisse über wandernde Tierarten. Der Flug der Weißstörche von Europa zum Südkap und zurück ist live im Internet zu verfolgen.

Noch im 18. Jahrhundert glaubte man, dass Schwalben im Herbst in Sümpfen versänken und im folgenden Frühjahr als Amphibien wieder auf tauchten.

Heute sind die Kenntnisse über wandernde Tierarten viel präziser. Zählt man zu den Arten, die regelmäßig eine oder mehr politische Grenzen überschreiten, diejenigen hinzu, die auf ihren Wanderungen mehr als 100 Kilometer zurücklegen, so kommt man auf 2000 Vogel-, 1000 Fisch-, 600 Säugetier-, zehn Reptilien- und 500 Insektenarten.

Die Bonner Konvention, das Übereinkommens zur Erhaltung der wandernden wildlebenden Tierarten (Convention on the Conservation of Migratory Species of Wild Animals), bietet den Staaten weltweit einen Rahmen für eine Zusammenarbeit, die auf ein gemeinsames Ziel, den Schutz und die Erhaltung wandernder wildlebender Tierarten in ihrem gesamten Lebensraum, gerichtet ist. Dies gilt sowohl für Arten, die akut vom Aussterben bedroht sind, als auch für Arten, deren Bestände bzw. Lebensräume abnehmen.

Die Ausstellung des Leibniz-Institutes für terrestrische Biodiversität in Bonn zeigt aus Anlaß des 20. Geburtstages der Bonner Konvention die Gründe für Wanderung und Gefährdung wandernder Tierarten auf Texttafeln, in Inszenierungen, mit Computerprogrammen und - natürlich - mit Originalen. Neueste Forschungsmethoden werden ebenso dargestellt wie die Tatsache, dass es für Störche auf ihrem Flug in ihre Überwinterungsgebiete einen Nord -Süd-Konflikt gibt.

Die weltweit verstreuten Kenntnisse zum Wanderverhalten der Arten, die unter die Definition der CMS fallen, werden zur Zeit in einer Datenbank erfaßt. Dieses einzigartige "Weltregister wandernder Tierarten" wird im Museum Koenig als Gemeinschaftsprojekt mit dem Zentrum für Entwicklungsforschung (ZEF) erarbeitet. Eine erste digitale Version ist im Eingangsbereich der Ausstellung zu sehen. Hier können Besucher Verbreitungsgebiete, Zugrouten oder Brutgebiete von Arten abfragen.


Die Ausstellung ist bis zum 11.7.99 im Museum Koenig zu sehen. Die Eintrittspreise liegen bei 4,00 und 2,00 DM.
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