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Deutsche Forschungsgemeinschaft bewilligte Neues Graduiertenkolleg

23.06.1999 - (idw) Universität Rostock

Projekt "Stark korrelierte Vielteilchensysteme" wird mit fast 1Mio DM gefördert

Ein wiederum schöner Erfolg für den Fachbereich Physik der Universität Rostock. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft bewilligte Sprecher Prof. Dr. Gerd Röpke fast 1 Mio DM für ein Graduiertenkolleg mit dem Thema "Stark korrelierte Vielteilchensysteme". Der För- derzeitraum beträgt drei Jahre. Die Bewilligung eines Graduiertenkollegs durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft ist Wertschätzung und Anerkennung für die Leistungsfähigkeit der Rostocker Physiker. Gegenwärtig werden nicht mal ein drittel der eingereichten Projekte gefördert. Das Thema des Graduiertenkollegs ist übergreifend und vereint zukunftsträchtige Forschungsrichtungen der theoretischen, experimentellen und angewandten Physik. Es trägt der Komplexität der Naturerscheinungen Rechnung und verlangt nach einer intensiven Kooperation von Theorie und Experiment einschließlich Simulationstechniken. Ein wesentlicher Bestandteil des Graduiertenkollegs sind die an der Universität Rostock vorhandenen Erfahrungen auf dem Gebiet der Quantenstatistik stark korrelierter Systeme, insbesondere der Nichtgleichgewichtsstatistik, der Halbleiterphysik, der Quantenoptik, der Plasmaphysik und der Physik subatomarer Systeme, bis hin zur Athmosphären- und Meeresphysik.
Neben der wissenschaftlichen Qualifizierung von ca. 20 Nachwuchswissenschaftlern ist das Ziel des Forschungsprogramms die Entwicklung von Methoden der Statistischen Physik stark korrelierter Systeme und ihre Anwendung auf Quantensysteme im Gleichgewicht und im Nichtgleichgewicht, insbesondere dichte Plasmen, Halbleiter, finite Systeme (Cluster), Kern- materie und subnukleare Materie bei endlichen Temperaturen. Weiterhin wird die Wechsel- wirkung von Licht mit Materie sowie die Untersuchung des Zustandes von Lichtfeldern un- tersucht. Prof. Dr. Gerd Röpke: "Wir erwarten insbesondere eine Verstärkung der Breite in der Ausbildung der Doktoranden, die durch ein systematisches Lehrprogramm sowie durch Gastaufenthalte besser an die internationale Forschungskooperation herangeführt werden. Durch die gemeinsame Durchführung von Lehrveranstaltungen von Hochschullehrern aus verschiedenen Arbeitsgruppen wird die Disponibilität der Absolventen des Graduiertenkollegs erhöht."
Ein wichtiges Ziel des Kollegs ist der Ausbau der Kontakte zu den An-Instituten der Universität Rostock, die über zum Teil ausgezeichnete Möglichkeiten in der Forschung und in der Kooperation verfügen. Darüber hinaus werden die bestehenden Kontakte zu nationalen und internationalen Forschungseinrichtungen beitragen, das Niveau und die beruflichen Ent- wicklungschancen der Teilnehmer des Graduiertenkollegs zu erhöhen. Der Fachbereich Physik verfügt über eine gute Infrastruktur, insbesondere moderne Geräte und Computer. Im Rahmen des Graduiertenkollegs können die Ausrüstungen einem größeren Kreis von Doktoranden zugänglich gemacht werden.

Fachbereich Physik
Prof. Dr. Gerd Röpke
T: 0381 498 2855
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