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Zahnräder und Getriebewellen bruchfester machen

24.06.1999 - (idw) Universität Kassel

Mit dem Nachwuchspreis der Deutschen Gesellschaft für Materialkunde (DGM) wird am 25. Juni der Diplom-Ingenieur Igor Altenberger ausgezeichnet. Der Doktorand am Fachbereich Maschinenbau der Universität Gesamthochschule Kassel wird damit für seine Forschungsarbeiten zum Verhalten randschichtverfestigter metallischer Werkstoffe bei schwingender Beanspruchung geehrt.
Mittels Röntgenanalyse hat Altenberger tiefere Einblicke in die mikrostrukturellen Prozesse erhalten, die bei der Verfestigung von Metallen ablaufen. Durch seine Ergebnisse können in Zukunft Zahnräder, Getriebewellen und weitere durch Schwingung oder Korrosion beanspruchten Fahrzeugteile gezielter bearbeitet werden.

Kassel. Mit dem Nachwuchspreis der Deutschen Gesellschaft für Materialkunde (DGM) wird am 25. Juni der Diplom-Ingenieur Igor Altenberger ausgezeichnet. Der Doktorand am Fachbereich Maschinenbau der Universität Gesamthochschule Kassel wird damit für seine Forschungsarbeiten zum Verhalten randschichtverfestigter metallischer Werkstoffe bei schwingender Beanspruchung geehrt. "Solche Metallteile werden bei allen Fahrzeugen eingesetzt, zum Beispiel in Form von Zahnrädern, Getriebewellen oder Flügelaufhängungen beim Flugzeug. Durch Verfestigen der Randschicht wird verhindert oder erschwert, daß das Metall durch Schwingung oder Korrosion bricht. Denn Risse beginnen immer zuerst an der Oberfläche", erklärt dazu Doktorvater Professor Dr.-Ing. Berthold Scholtes, geschäftsführender Direktor des Instituts für Werkstofftechnik.
In der Industrie werden Verfahren, die die Randschicht von Metallen zu festigen, schon seit längerem angewandt. Welche mikrostrukturellen Prozesse jedoch genau dabei ablaufen, das hat Altenberger mittels einer Röntgenanalyse herausgefunden. Ziel der Forschung zu diesem Thema sei es, maßgeschneiderte Oberflächen zum Beispiel mittels optimalem Walzdruck und optimaler Walzgeschwindigkeit zu erzeugen, so Altenberger. Seine Arbeit auf dem Feld der Grundlagenforschung habe dazu einen Beitrag geleistet: "Es ist in Zukunft möglich, mit tieferen mikrostrukturellen Kenntnissen die Lebensdauer der Oberfläche von Bauteilen gezielter durch mechanische Behandlungsverfahren zu optimieren", resumiert der Ingenieur über seine Doktorarbeit.
Einmal jährlich vergibt die DGM ihren Preis für Arbeiten wie die von Altenberger an vier bis fünf Wissenschaftler/innen, von denen erwartet wird, daß sie auf dem Gebiet der Werkstofftechnik auch in Zukunft überdurchschnittliche Erfolge haben werden. Finanziert hat die Arbeit des Kasseler Doktoranden die Deutsche Forschungsgemeinschaft.
Aufgrund der erfolgreichen Aktivitäten von Altenberger nimmt das Institut welches inzwischen an einem von der EU geförderten Verbundprojekt teil. Unter dem Titel "EN-SPED" - European Network of Surface and Prestress Engeneering and Design - beschäftigt sich das Forschungsvorhaben ebenfalls damit, die Lebensdauer von Bauteilen durch mechanische Oberflächenbehandlung zu steigern. In dem Projekt arbeiten Hochschulen, europäische Firmen wie Bosch, Volvo und British Aerospace zusammen. Es dient dem Austausch und der Fortbildung der beteiligten Wissenschaftler, die sich davon einen Synergieeffekt versprechen, wie Scholtes betont
Ort und Zeitpunkt der Preisverleihung:
Dechema Haus, Theodor Heuss Allee 25, Frankfurt Main; ab 13.30 Uhr.

Auskünfte gibt: Deutsche Gesellschaft für Materialkunde, Hamburger Allee 26, 60486 Frankfurt M., Tel.: 069/7917751, Fax: 069/7917748,

Beziehungsweise: Dipl.-Ing. Igor Altenberger, GhK, Institut für Werkstofftechnik, Tel.: 804-3678

Britta Erlemann

Pressemitteilungen der GhK im Internet: http://www.uni-kassel.de/presse
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