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Bundesanstalt für Fleischforschung mit neuer Leitung

07.07.1999 - (idw) Senat der Bundesforschungsanstalten im Geschäftsbereich des BMVEL

Zusammenarbeit schafft Synergieeffekte

Seit dem 1. Juli 1999 hat die Bundesanstalt für Fleischforschung (BAFF) eine neue Leitungsspitze: Dr. Karl-Otto Honikel wurde vom Anstaltskollegium für zwei Jahre zum Leiter der Bundesanstalt gewählt. Sein Stellvertreter wird Dr. Dr. Manfred Gareis. In einem Pressegespräch am 2. Juli 1999 legte Honikel seine Pläne für die nächsten zwei Jahre dar.

Konzentrieren möchte er sich vor allem auf die Gestaltung des noch jungen Forschungsverbundes "Produkt- und Ernährungsforschung", dem die BAFF seit vier Jahren angehört. In diesem Verbund sind die vier auf die wichtigsten landwirtschaftlichen Produkte bezogenen Bundesanstalten im Forschungsbereich des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (BML) zusammengeschlossen. Dr. Honikel war Mitbegründer und erster Sprecher des Forschungsverbundes.

"Dieser Verbund zeigt, daß im Zeitalter der Kommunikation physisches Zusammenrücken nicht mehr erforderlich ist", führte Dr. Honikel in die Problematik ein. Synergieeffekte sind nach seiner Auffassung vor allem eine Frage des Wollens, bei der die Motivation der Wissenschafter wichtiger sei als eine administrative Zusammenlegung von Forschungsanstalten zu schwer dirigierbaren Großzentren. Schon jetzt spürt die BAFF die positiven Auswirkungen des Verbundes, in dem Wissenschaftler der vier Einrichtungen in zahlreichen Arbeitsgruppen tätig sind. So legte zum Beispiel die BAFF zusammen mit der Bundesanstalt für Milchforschung in Kiel 1998 eine umfassende Studie zur Dioxinbelastung von Fleisch und Fleischprodukten vor, die zum ersten Mal repräsentative Daten für das ganze Bundesgebiet lieferte (Kurzfassung im Internet: http://www.dainet.de/baff/dioxin.htm). Doch es sind nicht allein die Forschungsinhalte, die durch die Zusammenarbeit Anschub erhalten. Auch im Haushalt der BAFF haben sich neue Möglichkeiten aufgetan: "Obwohl die Mittel knapper geworden sind, ist die Anschaffung von Großgeräten im Verbund mit den Kollegen aus den anderen Einrichtungen leichter geworden."

Nach den vergangenen, langwährenden Diskussionen um den Umzug oder gar die Auflösung der Bundesanstalt hofft Dr. Honikel, daß das 1996/97 festgelegte Rahmenkonzept für die Bundesforschungsanstalten, das Personaleinsparungen von ca. 20 % bis zum Jahre 2006 vorsieht, jetzt zu einer dringend benötigten Planungssicherheit führt. Mit Elan versucht die BAFF seit Jahren, den Abbau an Planstellen durch die Einwerbung von Drittmittelprojekten aufzufangen. Bei gegenwärtig 142 Beschäftigten werden 37 Mitarbeiter, also 26 %, aus Forschungsvorhaben und Stipendien finanziert.

Dr. Honikel übernimmt die Leitung der Bundesanstalt nun schon zum dritten Mal. Honikel ist Biochemiker und hat sich weltweit einen Namen als Spezialist des Zellstoffwechsels in der Muskulatur gemacht. Insgesamt sieht der neue Leiter seine Forschungseinrichtung auf gutem Wege, unter anderem auch, weil das Bundesernährungsministerium (BML) als vorgesetzte Institution voll hinter der Konzeption der BAFF steht. Natürlich ist die Einbettung in die Region Kulmbach mit ihrem Lebensmittelschwerpunkt ein weiterer Teil der Erfolgsgeschichte.
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