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Körber-Preis für Euopäische Wissenschaft: Hochfliegende Plattformen sollen Satelliten ergänzen

13.07.1999 - (idw) Universität Stuttgart

In diesem Jahr verleiht die Hamburger Körber-Stiftung den mit 1,5 Millionen DM dotierten Körber-Preis für die Europäische Wissenschaft an ein internationales Forscherteam für die Entwicklung neuer technischer Lösungen, die den Bau von 20.000 Meter hochfliegenden, stationär positionierten Höhenplattformen ermöglichen sollen.
Preisträger sind Prof. Dr.-Ing. Bernd-Helmut Kröplin von der Fakultät Luft- und Raumfahrttechnik der Universität Stuttgart, gleichzeitig Koordinator des Projekts, Per Lindstrand MSc. (Lindstrand Balloons, Owestry, UK), Dr. John Adrian Pyle (University of Cambridge, UK) und der frühere Stuttgarter Uni-Mitarbeiter Dr. Michael Rehmet (Dornier Luftfahrt GmbH, Friedrichshafen). Prof. Kröplin und Dr. Rehmet sind Spezialisten der Luft- und Raumfahrt, Dr. Pyle ist Atmosphärenforscher und Per Lindstrand Fachmann für Höhenballone. Prof. Kröplin ist als Ideengeber und Förderer "pfiffiger" Projekte bereits bekannt; zu nennen sind hier unter anderem der Solarzeppelin "Lotte", ein Solarboot, Unterstützung für den Solarsegler "Icaré" oder die Idee für ein riesiges Fachluftluftschiff, den Cargolifter.

Zur Vorstellung des neuesten, mit dem Preisgeld der Körber-Stiftung zu entwickelnden Projekts laden wir am Donnerstag, den 15. Juli zu einem Pressegespräch an die Universität Stuttgart ein:

Zeit: Donnerstag, 15. Juli, 11.30 Uhr
Ort: Uni-Bereich Vaihingen, Institut für Statik und Dynamik der Luft- und Raumfahrtkonstruktionen, Pfaffenwaldring 27, Lesesaal im Erdgeschoß

Bitte bestätigen Sie Ihre Teilnahme an diesem Pressegespräch unter Tel. 0711/121-2297, Fax 0711/121-2188 oder e-mail:presse@uni-stuttgart.de

Nach dem preisgekrönten Konzept sollen riesige, luftschiffartige Höhenplattformen mit Propellerantrieben ausgestattet werden, die es ermöglichen, selbstständig zu starten und zu landen und ihren Energiebedarf photovoltaisch zu decken, also besonders mit Sonnenenergie. Ein Teil der verfügbaren elektrischen Energie wird verwendet, um Wasser elektrolytisch in Wasserstoff und Sauerstoff zu teilen. Mit Hilfe einer Brennstoffzelle kann dann die Energieversorgung für die Nacht sichergestellt werden und die Plattformen können sich so in 20.000 Meter Höhe in Position halten.
Es wird erwartet, daß diese Höhenplattformen vor allem für die Telekommunikation zukünftig große Bedeutung haben werden. Sie ermöglichen Mobilfunk, Hörfunk und Fernsehen sowie Breitbandkommunikation mit direkter Sichtverbindung ohne zwischengeschaltete Relais, Funkmasten und damit ohne Zeitverzug. Eine Höhenstation kann ein Gebiet auf der Erdoberfläche mit einem Radius bis zu 500 km bedienen und wird wegen des niedrigen Preises Satelliten sinnvoll ergänzen.
Auch die Versorgung wenig besiedelter Gebiete mit Einrichtungen für Telekommunikation kann mit diesem Konzept verbessert werden. Die Preisträger wollen vor allem Fragen der für Höhenplattformen zu verwendenden Materialien sowie des Antriebssystems und der Fluglage mit den Mitteln der Körber-Stiftung lösen und so den Weg freimachen für eine neue Stufe der Technologie auf dem Weg zur Informationsgesellschaft.
Der Körber-Preis für die Europäische Wissenschaft ist ein Förderpreis, der die internationale Zusammenarbeit von in Europa tätigen Wissenschaftlern unterstützt. Mit dem Preis fördert die Körber-Stiftung hoffnungsvolle, innovative und anwendungsorientierte Forschungsansätze in den Bereichen Biologie, Chemie, Physik, Technik und Medizin. Die Preisträger entscheiden eigenverantwortlich über die Verwendung der Mittel in Höhe von 1,5 Millionen DM.
Die Körber-Stiftung vergibt den Körber-Preis in diesem Jahr zum 15. Mal seit 1985. Ein international besetztes wissenschaftliches Kuratorium unter Vorsitz des Präsidenten der Max-Planck-Gesellschaft, Prof. Dr. Hubert Markl, wählt die Preisträger und ihre Projekte aus.
Die Verleihung des Körber-Preises für die Europäische Wissenschaft 1999 findet statt am Dienstag, den 7. September 1999 um 11.00 Uhr im Börsensaal 2 der Handelskammer Hamburg, Adolphsplatz 1.

Kontakt:

Prof. Dr. Bernd-Helmut Kröplin, Direktor des Instituts für Statik und Dynamik der Luft- und Raumfahrtkonstruktionen, Pfaffenwaldring 27, 70569 Stuttgart, Tel. 0711/685-3612, -3702, Fax 0711/685-3706; e-mail: office@isd.uni-stuttgart.de
sowie
Körber-Stiftung, Dr. Nikolaus Besch, Kurt-A.-Körber-Chaussee 10, 21033 Hamburg, Tel. 040/7250-3886, Fax 040/7250-3922; e-mail: besch@stiftung.koerber.de
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