Neue Leute, neue Arbeit - Zur Zukunft der Arbeitsgesellschaft15.07.1999 - (idw) Private Universität Witten/Herdecke gGmbH
Universität Witten/Herdecke auf der internationalen Theaterakademie in Bochum
Das eigentlich Überraschende an der Massenarbeitslosigkeit ist, daß die Arbeitslosen sie so stillschweigend ertragen. Unter diesem Leit(d)-Gedanken steht die Vortragsreihe zur Internationalen Theaterakademie am Sonntag, den 18. Juli 1999 ab 17 Uhr im Thürmersaal, Friederikastr. 4, Bochum. Prof. Dr. Dirk Baecker von der Universität Witten/Herdecke hat sich das Konzept für die zweiteilige Reihe ausgedacht. Am letzten Sonntag ging es um das Schicksal der Arbeitslosen und die Rolle der Wirtschaftswissenschaft bei dessen Beschreibung. An diesem Sonntag wird mehr nach möglichen Auswegen für eine bessere Zukunft der Arbeit gefragt: Wenn die Leute darauf warten würden, daß ihnen die Politik wieder auf die Beine hilft, könnten sie lange warten. Sie stellen selbst etwas auf die Beine. Aber wie machen sie das? Was lassen sie sich einfallen? Und was kommt dabei heraus? Helmut Höge (Berlin) berichtet aus der osteuropäischen Ökonomie. Ebenso aufregend sind die Experimente, die gegenwärtig in den Produktionsbetrieben der Wirtschaft laufen. Auch dort sucht man nach einem neuen Verständnis von Arbeit. Man befürchtet und erhofft die Rückkehr des Taylorismus. Hat die Arbeit eine Zukunft? Roland Springer (DaimlerChrysler AG) berichtet von weitreichenden Umstellungen in modernen Unternehmen, von neuen Managementideen und alten Widerständen. Unsere Gesellschaft kann nicht mehr als "Arbeitsgesellschaft" verstanden werden. Aber das heißt nicht, daß die Arbeit ausstirbt, sondern daß sich ihre Zukunft von ihrer Vergangenheit unterscheiden wird. Auch deswegen ist die Diagnose der Gegenwart so ungewiß. Dirk Baecker (Universität Witten/Herdecke) fragt daher, wie ein neues Verständnis von Arbeit aussehen kann - ein Verständnis, das uns alle betrifft, denn wir alle arbeiten: immer noch und immer wieder. Aber was genau tun wir, wenn wir arbeiten? Weitere Informationen bei Prof. Dr. Dirk Baecker, 02302/926-500
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