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Braunschweig Preis für neuen Narkosewirkstoff

15.07.1999 - (idw) Technische Universität Carolo-Wilhelmina zu Braunschweig

Für seine Entwicklung eines patientenfreundlichen, umweltschonenden und preisgünstigen Narkoseverfahrens erhält Prof. Dr. Michael Georgieff, Anästhesist an der Universitätsklinik Ulm, erstmals den mit 100.000 Mark dotierten Braunschweig Preis.

Der Braunschweig Preis, mit 100.000 Mark höchstdotierter Forschungspreis einer deutschen Kommune, wird beim Braunschweiger Kongreß "Lebenswelten für Morgen" am 23. und 24. September zum ersten Mal vergeben. Den Preisträger, Professor Dr. Michael Georgieff, Anästhesist an der Universitätsklinik Ulm, gab Braunschweigs Oberbürgermeister Werner Steffens am Mittwoch, 14. Juli, bekannt. Georgieff wird damit für die Entwicklung eines patientenfreundlichen und umweltschonenden Narkoseverfahrens auf der Basis des Edelgases Xenon ausgezeichnet.

Die mit Professor Ernst Ulrich von Weizsäcker, Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie, Professor Henning Kagermann, SAP Vorstandsvorsitzender, Gerhard Glogowski, niedersächsischer Ministerpräsident, und Ferdinand Piëch, Vorstandsvorsitzender des VW-Konzerns, prominent besetzte Jury wählte den 47jährigen Wissenschaftler aus 56 Bewerbungen aus. Rund ein Viertel davon kamen aus dem Ausland.

Die Stadt Braunschweig will mit diesem Preis Forschungvorhaben unterstützen, die sich mit zukunftweisenden Themen beschäftigen und einen nachhaltig wirkenden Fortschritt auslösen. Anwendungsnähe soll zudem die Verknüpfung von Forschung und Wirtschaft verbessern helfen.

Diese Kriterien sah die Jury bei Georgieffs Projekt erfüllt: Er hatte herausgefunden, daß das in einem Fetträger gelöste Edelgas Xenon bei der Narkose intravenös verwendet werden kann und so den Einsatz des herkömmlichen und umweltschädlichen Lachgases überflüssig macht. Damit können lange bekannte Eigenschaften des Edelgases in der Anästhesie jetzt euch praktisch genutzt werden: Patienten werden schneller als bisher wieder wach, empfinden weniger Übelkeit und profitieren von einer über das Aufwachen hinausreichenden schmerzstillenden Wirkung. Das Anästhetikum soll in drei Jahren marktreif sein. Es ermöglicht überdies ein neues Narkoseverfahren, das nach Georgieffs Überzeugung die Arbeit im Operationssaal verändern wird.

Auskünfte erteilen
der Braunschweig Preis e.V., Bohlweg 30, 38100 Braunschweig, Tel.: 0531/470-3770
und die Pressestelle der Technischen Universität Braunschweig, Tel.: 0531/391-4122.
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