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Neuer Studiengang Wirtschaftsmathematik mit Pflichtpraktika und studienbegleitenden Prüfungen

17.07.1999 - (idw) Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt

An der Katholischen Universität Eichstätt (KUE) wird ein neuer Diplomstudiengang Wirtschaftsmathematik geplant. Dabei handelt es sich um eine Kombination des Hauptfaches Mathematik mit den Nebenfächern Wirtschaftswissenschaften und Informatik. Für Absolventen dieses Studiengangs, den es mittlerweile an 22 deutschen Universitäten gibt, sind die Berufsaussichten hervorragend. Auf jeden Absolventen - etwa 30 Prozent von ihnen sind Frauen - kommen inzwischen drei offene Stellen. In den kommenden Jahren dürften Tausende von Wirtschaftsmathematikern gesucht werden. Jährlich gibt es in Deutschland derzeit nur etwa 300 Absolventen.

Im Vergleich zum bestehenden Diplomstudiengang Mathematik wird beim neuen Fach Wirtschaftsmathematik auf einige Teile sogenannter "Reiner Mathematik" zugunsten des zweiten Nebenfaches verzichtet. Gerade durch die Kombination von Mathematik, Wirtschaftswissenschaften und Informatik können Studierenden Schlüsselqualifikationen vermittelt werden, die im Bereich der gesamten Wirtschaft eine immer entscheidendere Bedeutung bekommen. Als weitere Besonderheit des neuen Studiengangs Wirtschaftsmathematik sind künftig studienbegleitende Prüfungen anstelle der bisher üblichen Blockprüfungen zum Diplom und zum Vordiplom vorgesehen. Basis hierfür ist ein international angepaßtes Creditpoint-System, mit dem sich auch Studienleistungen, die im Ausland erworben werden, erfassen lassen. Studienbegleitende Prüfungen haben den großen Vorteil einer ständigen Leistungskontrolle und führen typischerweise zu einer Straffung des Studiums. Die Regelstudienzeit beträgt neun Semester einschließlich Diplomarbeit. Außerdem schafft der neue Studiengang wie auch der Diplomstudiengang Mathematik durch ein Pflichtpraktikum einen dokumentierten Praxisbezug, der durch Diplomarbeiten in Kooperation mit Unternehmen vertieft werden kann.

Hintergrund:

Die KUE ist für ihre hervorragenden Studienbedingungen bekannt. Im Hochschulvergleich durch das Magazin "Spiegel" erreichte die Universität im April 1999 den ersten Rang. An den acht Fakultäten der Hochschule studieren derzeit etwa 3.700 Studenten, der Anteil ausländischer Studenten ist dabei mit etwa zehn Prozent in den wissenschaftlichen Studiengängen vergleichsweise hoch. Durch Abkommen mit etwa 90 Universitäten weltweit kann die KUE jedem vierten Studierenden einen Studienaufenthalt im Ausland ermöglichen. Die Universität steht allen Studierenden genauso offen wie auch staatliche Universitäten; Studiengebühren werden nicht erhoben.
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