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NEU: INTERKULTURELL ORIENTIERETES BA-STUDIUM ANGLISTIK

19.07.1999 - (idw) Universität Bayreuth

Innovativ, weil kulturwissenschaftlich
orientiert, stärker auf berufliche Anwendungen bezogen
und umgeben von praxisorientierten Studienmodulen -
das sind die Merkmale eines 6-semestrigen Bachelor
Studiengangs Anglistik, den die Universität Bayreuth
erstmals zum Wintersemester 1999/2000 anbieten wird.

Ab dem Wintersemester 1999/2000
NEU: BERUFS- UND INTERKULTURELL ORIENTIERTER 6-SEMESTRIGER BACHELOR-STUDIENGANG ANGLISTIK
Nicht-geisteswissenschftliches Nebenfach - Praxisorientierte Studienelemente als Module
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Bayreuth (UBT). Innovativ, weil kulturwissenschaftlich
orientiert, stärker auf berufliche Anwendungen bezogen
und umgeben von praxisorientierten Studienmodulen -
das sind die Merkmale eines 6-semestrigen Bachelor
Studiengangs Anglistik, den die Universität Bayreuth
erstmals zum Wintersemester 1999/2000 anbieten wird.

Die Neukonzeption, die dem Anliegen der Studienreform
in den Neuphilologien Rechnung trägt, ist durch eine
intensive Zusmmenarbeit zwischen den anglistischen
Fächern und anderen Fachgebieten, auch über die
Grenzen der Sprach- und Literaturwissenschaftlichen
Fakultät hinweg, möglich geworden. Bemerkenswert ist,
daß an Stelle der herkömmlichen Fachstruktur das
Sprach- und Literaturstudium im Bachelor-Programm
kulturwissenschaftlich orientiert und stärker auf berufliche
Anwendungen bezogen ist. Die anglophon ausgerichteten
Fächer in Bayreuth verstehen sich als "interkulturelle"
Fachgebiete, in denen es um die Erforschung der
anglophonen Kulturen und Literaturen der Welt ebenso
wie um die englische Sprache und Kommunikation im
weltweiten Maßstab geht. Vom Herausgeben literarischer
Texte bis zur Soziolinguistik, von Computeranwendungen
bis zur Literaturverfilmung reicht das Spektrum der
Schwerpunkte.

Im Hauptfach werden englische bzw. anglophone
Literatur- und Sprachwissenschaft mit
kulturwissenschaftlicher Ausrichtung angeboten, wobei
Lehrveranstaltungen in englischer Sprache
selbstverständlich zum Programm gehören. Eine
intensive sprachpraktische Ausbildung, einschließlich der
Fach- und Geschäftssprache, sowie in einer zweiten
Fremdsprache nach Wahl schließt sich an.

Und noch etwas ist neu, nämlich praxisorientierte
Studienelemente, die modulartig dem Hauptfach
angelagert sind. Sie vermitteln berufsvorbereitende
Kernqualifikationen, z.B. im Schreiben und Präsentieren,
aber auch grundlegende Kenntnisse in EDV und
Multimedia. Der Verbindung von Theorie und Praxis dient
darüber hinaus das Modul "Literaturwissenschaft
berufsbezogen", das mit Gastdozenturen von Vertretern
der Berufspraxis sowie Exkursionen und Praktika Einblick
beispielsweise in berufliche Verwendungen literarischen
Wissens in alten und neuen Medien oder in der
Kulturökonomik ermöglicht. Anglophone Kulturstudien mit
Beiträgen aus verschiedenen Fachrichtungen - etwa
Soziologie, Geographie oder Theaterwissenschaft -
eröffnen die Möglichkeit zur problemorientierten,
vertiefenden Auseinandersetzung mit den anglophonen
Regionen der Welt.

Schließlich müssen die Studierenden zur Ergänzung des
Kompetenzspektrums ein nicht-geisteswissenschaftliches
Nebenfach wählen. Das kann etwa
Informationswissenschaft, Betriebswirtschaft oder Jura
sein.

Dringend wird neben einem Berufspraktikum das
Auslandsstudium empfohlen. "Mit solchen Erfahrungen
und Kenntnissen wird es möglich sein", prognostiziert der
Bayreuther Anglist Prof. Dr. Michael Steppat, "sich auf
berufliche Tätigkeiten in einer Vielzahl von Bereichen
vorzubereiten". Hierzu gehören Industrie und Handel -
z.B. Export, internationaler Einkauf, Kundenbetreuung,
Public Relations - international ausgerichtete
Kulturinstitutionen, auswärtiger Dienst,
Kulturmanagement, Medien und Journalismus,
Verlagswesen und neue Medien.

Der Grad des Bachelor of Arts ist ein erster
berufsqualifizierender Studienabschluß, wie er in
anglophonen Ländern seit jeher gebräuchlich ist. So wird
die Internationalisierung der Studiengänge wesentlich
erleichtert. Durch die verkürzte Studienzeit von sechs
Semestern in einem effektiv organisierten
Studienprogramm soll ein rascher Einstieg in das
Berufsleben ermöglicht werden, aber auch ein flexibler
Umstieg in weiterführende Studiengänge.
Mit diesem zweiten Bachelor Angebot - ein weiterer BA-
Studiengang Kulturwissenschaft mit Schwerpunkt
Religion wird ebenfalls zum kommenden Wintersemester
erstmals angeboten (siehe Pressemitteilung 32/99) -
reagiert die Universität auf aktuelle Überlegungen zur
Hochschulreform, die sich von der Kritik an einer zu
langen Studiendauer und der hohen Abbrecherquote im

Magister-Studiengängen leiten ließen. Das neue
Bayreuther Studienmodell hat nicht die Abschaffung der
klassischen Magister-Studiengänge zum Ziel, sondern es
versteht sich als zusätzliches Studienangebot, das der
derzeitigen Pluralisierung und Flexibilisierung der
Anforderungen des Arbeitsmarktes Rechnung tragen will.

Weitere Informationen bei
Prof. Dr. Michael Steppat
Sprach- und Literaturwissenschaftliche Fakultät
Universität Bayreuth
95440 Bayreuth
Tel. 0921/55-35 59
E-mail: Michael.Steppat@uni-bayreuth.de

oder:
Studienberatung Tel. 0921/55-52 45

oder:
Studentenkanzlei Tel. 0921/55-52 55
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