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Star(t) im Herbst mit Hundert - die drei Füße des Greifswalder B.A.-Modells

20.07.1999 - (idw) Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald

Die letzten Vorbereitungen laufen. Im Wintersemester können hundert für Neues Aufgeschlossene in Greifswald mit dem Bachelor-Studium beginnen. Das Schweriner Bildungsministerium hat soeben einen "internen numerus clausus" für acht der vermutlich beliebtesten Studienfächer genehmigt. Am Greifswalder Modell beteiligen sich fast alle Institute der Philosophischen Fakultät; zwei werden im nächsten Jahr nachziehen.

Ein B.A.-Studium soll nach drei Jahren beendet sein. Die Universität Greifswald bietet aber keine Sparversion eines Magisterstudiums von vier bis fünf Jahren, sondern Neues an. Hauptziel ist für Greifswald, daß die Studenten rasch fertig werden und daß sie, auch wenn sie in den drei Jahren weniger als in einem großen Studium lernen, doch mehr als die "gewöhnlichen" Kommilitonen mit nach Hause nehmen und weiterstudieren - oder gut einen Beruf finden.

Die Greifswalder B.A.-Studenten lernen, sich auszudrücken - im Pflichtangebot sind Rhetorik und Schreibübungen; dazu kommt Englisch. Außerdem ist ein Praktikum von neun Wochen Pflicht (ein entsprechender Auslandsstudienaufenthalt wird für die Sprachstudenten angerechnet). Es ist also an alles gedacht, um am Ende sicher zu sein, daß "man" etwas kann, mitreden kann.

Für den Greifswalder B.A. wird man nicht nur in einem wissenschaftlichen Fach getrimmt, sondern erwirbt die methodischen und fachlichen Grundlagen in zwei Disziplinen. Zuerst kommt ein Fach an die Reihe und wird abgeschlossen, dann das zweite. In einem Fach wird die Abschlußarbeit geschrieben. Dazwischen und parallel laufen die erwähnten Pflichtkurse des Allgemeinwissens, in denen sich die Studenten auch schon für ihr späteres Berufsfeld profilieren können - in Wirtschaft und Recht, in Erziehungswissenschaften oder in Kulturwissenschaften.

Das Wissen wird in kleinen Paketen studiert, Modulen; für einen Musiker bestehen sie etwa aus Orgelunterricht und Kursen in Aufführungspraxis. Je vier bis acht solcher Pakete muß sich der B.A.-Student für seine beiden Fächer schnüren. Jedes wird allerdings für sich nach der europäischen Norm ECTS bewertet, anerkannt in den anderen Hochschulen Europas.

Neu und wichtig ist für Greifswald auch, daß die geschätzte Vorbereitungszeit für das Studium in den Studienplan eingerechnet ist; das Studium besteht also aus einem Gutteil Selbstverantwortung und einem Gutteil strenger Struktur. Dazu aus zwei Teilen Wissen und einem Teil Können. Das Strukturierte des B.A.-Studiums greift auch auf die Magisterfächer über; denn mehr Personal gibt es für das B.A.-Angebot nicht - außer für den Block der "sozialen Fähigkeiten". Die sind uns besonders wichtig.

Auskunft: Stefanie Hofmann, Philosophische Fakultät, Domstraße 11,
17487 Greifswald, Tel. 03834-86-1206, Fax 03834-86-1105, e-mail: modulhof@uni-greifswald.de, Internet: http://www.uni-greifswald.de/modul
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