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Fuß in der Tür zu Europa

21.07.1999 - (idw) Fachhochschule Koblenz / RheinAhrCampus Remagen

Betriebswirte der Fachhochschule Koblenz pflegen internationalen Austausch von Studierenden und Dozenten

Die Globalisierung der Wirtschaft macht auch vor den Toren der Hochschulen nicht halt. Insbesondere für angehende Betriebswirte ist es unerläßlich, sich mit der Internationalisierung der Märkte vertraut zu machen. Dr. Wilfried Grafers, Professor mit Schwerpunkt Außenhandel an der Fachhochschule Koblenz, animiert seine Studenten deshalb bereits während ihrer Ausbildung immer wieder über den nationalen Tellerrand hinauszuschauen.

Was für die meisten bislang "Kür" war, ist künftig Pflicht. Die neue Studienordnung im Fachbereich Betriebswirtschaft schreibt für die Studierenden ein Auslandssemester vor. Dabei setzen die BWLer auf ihre Partnerschaften zu Hochschulen in ganz Europa und den Vereinigten Staaten - von "A" wie Aberdeen (Schottland) bis "Z" wie Zaragoza (Spanien). Um die Integration innerhalb Europas weiter voranzutreiben, werden in Kürze auch Beziehungen zu Hochschulen in Mittel- und Osteuropa angebahnt.

Neben dem Studentenaustausch bieten Seminare und Exkursionen eine gute Möglichkeit, andere Länder und Arbeitsweisen kennenzulernen. So reisen Studierende der FH Koblenz regelmäßig zu Treffen mit den Partnerhochschulen. In international zusammengesetzten Gruppen bearbeiten die jungen Leute jeweils eine praxisnahe Marketingaufgabe, die in der Regel von einem Unternehmen gestellt wird. Das letzte Intensivseminar dieser Art fand im Frühjahr in Paris statt. Im kommenden Jahr steht Thessaloniki (Griechenland) auf dem Programm. Auch bei Exkursionen wird Praxisnähe groß geschrieben. So besuchten angehende Betriebswirte der FH Koblenz bei einer einwöchigen Studienreise nach Tokio im vergangenen Jahr zahlreiche japanische Unternehmen, die erfolgreich auf dem Weltmarkt operieren, um sich über deren Marketingstrategien zu informieren.

Ob aus Brüssel, Helsinki oder South Carolina - zu einer echten Bereicherung des Lehrangebotes tragen Gastvorlesungen ausländischer Dozenten bei. Im Gegenzug wird jetzt Dr. Axel Schlich, Professor im Fachbereich Betriebswirtschaft I, für drei Monate nach Finnland gehen. Auf Einladung der Partnerhochschule in Helsinki wird der Experte in Sachen Marketing dort Vorlesungen, Übungen und Seminare halten. Dabei müssen sich die finnischen Studierenden nicht mit blanker Theorie begnügen. Aufgrund seiner mehrjährigen Tätigkeit im Marketingbereich kann Schlich mit zahlreichen Praxisfällen aufwarten.

Die guten Beziehungen zu den Hochschulen in Sunderland (England) und North Carolina (USA) ebnen für die Studierenden der Fachhochschule Koblenz den Weg zum Postgraduierten-Studium. Mit dem deutschen Diplom in der Tasche können Betriebswirte und Ingenieure den "Master of Business Administration" (MBA) draufsatteln. Wer besonders gute Leistungen nachweisen kann, hat sogar die Möglichkeit in Sunderland den englischen Doktortitel (PhD) zu erwerben.
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