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Regionaler Wissenstransfer: Wirtschaftsforum an der KUE auf Anhieb großer Erfolg

27.07.1999 - (idw) Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt

Mehr als 130 Unternehmer lockte die Katholische Universität Eichstätt (KUE) zu ihrem ersten Wirtschaftsforum gestern auf den Campus der Hochschule. Erstmals hatte die Universität in Verbindung mit der Industrie- und Handelskammer (IHK) und den Wirtschaftsjunioren Eichstätt die Unternehmen der Region zu sich eingeladen, um der Wirtschaft das breite Spektrum der Hochschule in Forschung und Lehre besser bekannt zu machen. Beim ersten Wirtschaftsforum erhielten die Teilnehmer einen Überblick zum Projekt Tele21 der KUE, das von der Europäischen Union und dem Freistaat Bayern zur regionalen Wirtschaftsentwicklung finanziert wird. Künftig will die Universität etwa zweimal im Jahr die Unternehmen der Region einladen und immer neue Projekte der Universität vorstellen, die für die Unternehmer interessant sein können. Ermöglicht wurde die erste Veranstaltung des Wirtschaftsforums durch das Sponsoring eines Kreditinstituts.

Universitäts-Präsident Prof. Ruprecht Wimmer betonte, das Wirtschaftsforum sei als Beginn eines intensiveren regionalen Wissenstransfers gedacht. Die ausgezeichnete Resonanz der ersten Veranstaltung zeige, daß die Unternehmer an diesem Angebot der Hochschule interessiert seien. "Wenn sich aus den so entstehenden Kontakten praxisrelevante Diplomarbeiten oder Praktika für Studierende ergeben, profitieren die Betriebe und die KUE, die so ihren Studierenden den Einstieg ins Berufsleben erleichtern kann." Karl Jägle, Vorsitzender des zur IHK gehörenden Industrie- und Handelsgremiums Eichstätt rief die Unternehmer dazu auf, auf die Hochschule zuzugehen. Aus eigener Erfahrung wisse er, daß die Zusammenarbeit mit der Universität "unkomliziert und hilfreich" sei. Aufgrund einer an der KUE entstandenen Diplomarbeit im Fach Geographie habe er zum Beispiel das Nahverkehrsangebot für Fahrradtouristen im Altmühltal deutlich verbessern können, berichtete Busunternehmer Jägle. Michael Gloßner, Vorstandssprecher der Wirtschaftsjunioren Eichstätt, hob hervor, daß studentische Arbeiten oder Forschungsprojekte mit der Universität einem Unternehmer oft helfen können, ein alltägliches Problem mit völlig anderen Augen zu sehen.

Um konkrete Hilfestellung für kleine und mittlere Unternehmen ging es bei der Vorstellung des EU-Projekts "Tele21" an der KUE. Ziel des mit 2,5 Millionen Mark geförderten Projektes ist, kleinen und mittleren Unternehmen Zugang zu neuen Technologien zu verschaffen. Dabei geht es besonders darum, wirtschaftliche Wege aufzuzeigen, wie die PCs in Unternehmen besser genutzt werden können, beispielsweise zur Weiterbildung, zur Organisations-entwicklung und für Teleheimarbeit. Hierzu wie auch zu betrieblichem Umweltmanagement im Sinne des Agenda 21-Prozesses bietet das Team um Wirtschaftssoziologe Prof. Rainer Greca den Unternehmen in der Region umfangreiche Beratung und Kurse. Unternehmen, die über noch keinen Internetanschluß verfügen, werden zu die Vor- und Nachteilen im Einzelfall beraten. Die Entwicklung der von professionellen Unternehmenstrainern gehaltenen Schulungen sowie die Teilnahme der Unternehmen wird aus der EU-Initiative AdaptBIS getragen, sie sind als hausinterne Mitarbeiterschulungen in den Betrieben konzipiert.

Dem besseren persönlichen Kennenlernen diente anschließend ein Empfang des Präsidenten. Als Gesprächspartner der Universität standen Studierende, wissenschaftliche Mitarbeiter und Professoren der verschiedensten Bereiche zur Verfügung. Das nächste Wirtschaftsforum an der KUE ist für Anfang des kommenden Jahres geplant.
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